Die Socken sind los! Und das in unglaublichen Mengen. Zumindest in „Oh My Socks!” des Schweizer Verlags Helvetiq. Doch wie im richtigen Leben, so gilt auch hier: Socken machen am meisten paarweise Spaß.

Wer kennt das nicht? Irgendwie schafft es die Waschmaschine immer, dass eine Socke verschwindet. Dann ist ein Paar auseinandergerissen, für immer entzweit. Und einzelne Socken gehen dann höchstens noch als Putzlappen. Es sei denn, man setzt ein modisches Statement und erhebt verschiedene Socken an jedem Fuß zur Kunst.
Schönes Kartenspiel
Ob die Spieleautoren Antoine Bauza und Théo Rivière schon traumatische Erlebnisse in Sachen verlorene Socken gemacht haben, ist leider nicht übermittelt. Doch feststeht, dass sie ein schönes Kartenspiel zu diesem Thema entwickelt haben.

66 Sockenkarten und eine Waschmaschinenkarte befinden sich im Stapel. Die Waschmaschinenkarte wird unter die letzten zehn Karten gemischt. Wenn sie gezogen wird, ist die Runde beendet. Doch bis es soweit ist, dauert es.

Zwei ziehen, eine auslegen, eine weitergeben
Wer an der Reihe ist, der zieht zwei Karten. Eine davon legt man vor sich in die eigene Auslage, die andere wird an den linken oder rechten Nachbarn weitergegeben. In welche Richtung, das entscheidet der Pfeil auf der Karte, die man nicht will. Der Nachbar muss diese Karte ebenfalls offen vor sich ablegen.

Doch welche Socke behalte ich? Und welche nicht? Auf den Karten gibt es mehrere Anhaltspunkte für die Strategie, die man verfolgen kann. Die Zahlen in der linken und rechten oberen Ecke verraten, wie viele von dieser Art Socken im Stapel versteckt sind. Das lässt Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit zu, eine weitere Karte zu bekommen.
Sterne bringen Punkte bei „Oh my Socks!“
Zwischen den beiden Zahlen sind Sterne abgedruckt. Sie bringen am Ende die Punkte. Allerdings nur dann, wenn man eine gerade Zahl von Socken vor sich liegen hat, also zwei, vier oder sechs.

Bei ungeraden Zahlen gibt es für diese Socken nichts. Das führt dazu, dass man gerne mal auf die eine oder andere Socke verzichtet und dem Nebenmann zuschustert, damit dort drei oder fünf Karten in der Auslage liegen.
Socken als Geschenk oder Rettung
Für zusätzliche Kniffe sorgen zwei Arten von Spezialkarten: Geschenk und Rettung. Spielt man eine Karte mit einem Geschenksymbol aus, muss man sofort die oberste Karte vom Nachziehstapel nehmen und einem beliebigen Mitspieler geben.

Ein nicht zu unterschätzendes Spannungselement, denn Karten, die man so bekommt, bleiben bis zum Schluss verdeckt vor einem liegen. Mit einer Rettungskarte kann man eine einzelne Socke aus der Sammlung eines Mitspielers nehmen. Vielleicht passt sie ja in die eigene.
Einhornkatze als Super-Socke
Einmal ist die Super-Socke im Spiel. Sie ist der Joker und kann unvollständige Sammlungen ergänzen und so wertvolle Punkte einbringen. Erhält man sie verdeckt über die Karte Geschenk, kann man sie am Ende zu einem beliebigen passenden Sockenmotiv hinzufügen.

So entwickelt sich ein flottes Spiel, bei dem man manchmal schon ein bisschen neidisch ist und Verschwörungstheorien entwickelt, wenn der Mitspieler Karten nur in die andere Richtung weitergibt.
„Oh my Socks!“ mit hohem Wiederspielfaktor
Den Rest der Zeit kann man sich mit Geschichten über seine Lieblingssocken, verlorene Socken in der Waschmaschine oder verrückte Sockenmotive vertreiben. Für Unterhaltung ist folglich bestens gesorgt. Und da auch der Spielspaß nicht zu kurz kommt, hat „Oh my Socks!“ einen sehr hohen Wiederspielfaktor.
Das kleine Kartenspiel eignet sich auch sehr gut für unterwegs. Die Schachtel nimmt kaum Platz weg. Und aufgrund des für Helvetiq typischen schlanken Kartenformats, kann man auch auf kleineren Tischen nach Herzenslust zocken.









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