Collect!: Tiersammlung der spaßigen Art

Bei „Collect!“ ist der Name Programm: Wir sammeln Tiere in Form von Karten. Das erinnert ein wenig an „Beasty Bar“. Denn auch hier haben alle Tiere bestimmte Fähigkeiten, die möglichst dazu angehalten sind, den anderen das Sammlerleben schwerer oder sich selbst leichter zu machen. „Collect!“ ist ein schnell gespieltes, vergnügliches, kleines Kartenspiel.

  • Autor: Jérémy Ducret & Johannes Goupy
  • Illustration: Simon Caruso
  • Spielerzahl: zwei bis fünf
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: CMON

Ziel ist es, vier Karten derselben Tierart vor sich ausliegen zu haben. Dafür zieht die Spielerin, die dran ist, eine Karte von den zwei verdeckten Stapeln in der Tischmitte. Ja, es sind zwei und ja, das hat einen Sinn.

Kartenreihe bilden bei „Collect!“

Denn die Spielerin hat zwei Möglichkeiten: die Karte ausspielen oder verdeckt auf einen der beiden Stapel zurücklegen und eine neue vom anderen Stapel ziehen. Die muss sie dann allerdings auf jeden Fall ausspielen.

Das bedeutet, die Karte landet zu Beginn einfach vor der Spielerin. Jede weitere Karte dockt am linken oder rechten Ende der eigenen Kartenreihe an. Jetzt kann die Spielerin entscheiden, ob sie die Fähigkeit des gerade gespielten Tiers nutzen möchte. Ist danach am Zugende keine siegbringende Allianz gebildet, ist der nächste an der Reihe.

Tierische Effekte

Was die Tierchen so alles können? Löwe und Oktopus bringen eigene Siegbedingungen mit. Der König der Tiere will eine Truppe aus sieben verschiedenen Tieren sehen, der achtarmige Meeresbewohner drei Paare.

Den Affen darf ein Spieler mit einer Karte aus einer beliebigen Reihe tauschen. Das Chamäleon zählt als beliebiges Tier, müsste man aber ein zweites auslegen, landen beide auf dem Abwurfstapel.

Chamäleon wird Krabbe

Der Einsiedlerkrebs bringt einen weiteren Zug, wenn eine Krabbe in der eigenen Reihe rumkrabbelt. Übrigens kann sich das Chamäleon extra für den Einsiedlerkrebs mal kurz in eine Krabbe verwandeln.

Die Krabbe selbst erlaubt es, eine Karte aus einer beliebigen Reihe beliebig weit nach links oder rechts zu bewegen. Krokodile sind, wie immer, fiese Viehcher und zerstören eine Karte in einer beliebigen Reihe.

Von Allianzen und Kronen bei „Collect!“

Der Papagei hat Redebedarf. Wer ihn nutzt, nennt eines der Tiere im Spiel und deckt dann eine Karte von einem der Nachziehstapel auf. Ist es das Tier oder ein Chamäleon, wird es angelegt und im Nicht-Chamäleonfall optional seine Fähigkeit genutzt.

Beliebige Reihe bedeutet übrigens immer: Die Spielerin kann die Fähigkeit auch bei sich anwenden, wenn es der Allianzenbildung dient. Wer eine Allianz hat, beendet die Runde und erhält eine halbe Krone. Wer zuerst eine ganze Krone beisammen hat, gewinnt die Partie.

Zocken oder verzocken?

„Collect!“ ist eine unterhaltsame Folge von kleinen Entscheidungen mit bitter-süßen Konsequenzen. Karte nehmen oder zurücklegen und die zweite ziehen? Ein ähnliches Prinzip mochten wir schon bei „Captain Flip“ und das funktioniert auch hier bestens.

Zocken oder verzocken? Besser passendes Tier oder das zweite Chamäleon ziehen? Frisst wer mit Krokodil meinen Oktopus? Kann ich was verschieben oder tauschen? Richtig gutes, kleines Glücksspiel. Mag ich!

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