Bei der Neuheitenschau der SPIEL 2026 war ein Stand kaum zu übersehen: Der, an dem Autor und Illustrator Michael Menzel sein neues Werk präsentierte: das kooperative „Batman – Gotham City Crimes“. Für Menzel, seit Kindertagen selbst großer Comic-Fan, war es „eine Freude und Ehre, ein Batman-Spiel machen zu dürfen“.

„Batman ist für mich schon lange ein Thema. Ich habe zig Comics zu Hause. Als Kind habe ich einen riesengroßen Batman an meine Zimmerwand gemalt. Davon war meine Mama so semi-begeistert“, erzählt der 51-Jährige mit verschmitztem Grinsen. Da hat sich wohl schon früh das zeichnerische Talent des späteren Illustrators gezeigt. Jetzt steht er vor einer ganzen Wand, die mit Batman und seiner Comic-Welt dekoriert ist. Ach ja, und eine quasi lebensechte Figur des Superhelden steht nebendran. Wie kam’s?
Kein Problem mit Vorgaben von Verlag
Menzel hatte die Idee im Kopf, ein Batman-Spiel zu machen. „Kosmos hat es DC gezeigt und dort war man sofort Feuer und Flamme“, beschreibt er die Entstehung der Zusammenarbeit. DC ist der Verlag, der seit mehr als 85 Jahren Comics im Batman-Universum veröffentlicht. Vom Verlag kamen klare Vorgaben, wie das Spiel aussehen soll. „Aber das habe ich nie als einschränkend empfunden. Ich habe nur gedacht: Ich darf ein Spiel mit Geschichten von Batman und Joker machen, mit Erwartungen spielen. Das hat einen Riesenspaß gemacht“, betont der Autor. Die Begeisterung ist ihm anzusehen und anzuhören.

Sein Batman-Spiel sollte unbedingt zur Welt der berühmten DC-Comics passen. „Es gibt fünf verschiedene Fälle mit unterschiedlichen Superschurken“, berichtet Menzel. Auf einen Lieblingsbösewicht will er sich nicht festlegen. Wichtig ist wohl eher, dass sie am Ende dank der Spieler alle eins aufs Dach kriegen und die Helden gewinnen. Neben Batmann stehen Batwoman, Batgirl und Nightwing zur heroischen Wahl, wobei Batman zwingend im Team der Spieler sein muss. An dieser Stelle soll zum weiteren Inhalt nicht mehr verraten werden. Immerhin ist im Spiel auch Ermittlungsarbeit gefragt!

Das nächtliche Gotham City mit Batsignal
Wie man es schon von der Reihe „Die Legenden von Andor“ und „Die Abenteuer von Robin Hood“ kennt, hat Menzel auch für „Batman“ einen detailverliebten Spielplan gezeichnet, der das nächtliche Gotham City von schräg oben zeigt mit leuchtenden Reklametafeln und Fenstern. Wer genau hinsieht entdeckt das berühmte Batsignal auf dem Dach des Polizeigebäudes, mit dem Commissioner Gordon den Superhelden im Fledermauskostüm zu Hilfe ruft.

Die gelungene Perspektive zieht die Spielenden direkt in die Stadt und damit hinein ins „Batman“-Abenteuer. Der Blickwinkel ist aber auch wichtig, weil sich das Spiel auf zwei Ebenen entwickelt – auf den Straßen und Dächern von Gotham City.
Kein langes Regelstudium
Eine Losspielanleitung, die die Brettspielgemeinde an Menzels Spielen schätzen gelernt hat, erklärt im Tutorial-Fall eins, wie die superheldischen Aktivitäten vonstatten gehen. Es ist also kein langes Regelstudium vor Spielbeginn nötig. Per Würfel und Bewegungsscheibe plant jeder Spieler seine Aktionen – Laufen, Kämpfen oder Heilen. Denn unter Helden und Schurken geht’s bekanntermaßen eher ruppig zu.
Von Ort zu Ort bewegen sich die Helden. Dank Begleitheft entspinnt sich dabei die kriminalistische Geschichte der fünf Fälle. Mit einem Batman-förmigen Filter mit roter Folie entschlüsseln die Spielenden den Text und erfahren, wie es für ihre Heldentruppe weitergeht.
Denkbare Erweiterungen
Jeder Fall ist mit anderem Verlauf ein zweites Mal spielbar. Der Gedanke drängt sich auf, dass Erweiterungen mit neuen Fällen für Batman und Co. in naher Zukunft folgen könnten.



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