In „Light Speed Arena“ versuchen die Spielenden sich mit ihren Raumschiffen gegenseitig aus dem Weltall zu schießen – in Echtzeit mit App-Unterstützung und richtig großem Hektik-Spaß. Grandioses Spiel, wenn man den Stress und die Unverschämtheit der anderen abkann. Schießen die einfach meine Raumschiffe ab …
Mit vier Eckteilen bauen wir unsere Arena, die ungefähr 75 mal 75 Zentimeter groß sein soll. Zwei Asteroiden landen zufällig in dieser Spielfläche. Ach so, die App müssen wir auch noch schnell runterladen und installieren.

Stationen geschützt parken
Los geht die Partie mit dem Platzieren der eigenen Station. Die soll zehn Zentimeter vom Arena-Rand weg, damit sie auch ja gut abschießbar ist. Eh… was? Natürlich versucht die Flottenchefin sie so geschickt zu parken, dass ein Asteroid sie schützt. Ob das klappt? Abwarten.

Je nach Anzahl der Spielenden gibt es sechs bis acht Raumschiffplättchen. Jeder hält seine gemischt als verdeckten Stapel in der Hand. Das ist wichtig. Wir haben keine Zeit, um erst zu überlegen, wo sie liegen. Es muss gleich schnell gehen. Sehr, sehr schnell!
Unterschiedliche Laser, unterschiedlich viel Schaden
Aber schauen wir uns erst noch unsere Flotte an: Die Raumschiffe schießen in ganz unterschiedliche Richtungen mehrere Laserstrahlen ab. Treffen die grünen, gelben oder roten Strahlen, verursachen sie einen, zwei oder drei Zähler Schaden. Den können Stationen, Raumschiffe und Asteroiden kassieren. Die Batterien von Schiffen und Stationen zeigen, wie viel Schaden sie aushalten, bevor sie zerstört sind.
Manche Raumschiffe haben auch Schilde, die den verursachten Schaden eines Laserstrahls um eins reduzieren. Außerdem hat jedes einen Initiativwert, also eine Zahl von eins bis acht, das ist für die Auswertungsphase wichtig.
„Light Speed Arena“-App funktioniert prima
In der App starten wir das Spiel, das aus Aktions- und Auswertungsphase besteht. Zu Beginn der ersten Phase lässt uns die App via Countdown noch kurz bereit werden. Dann haben wir je Raumschiff zehn Sekunden Zeit, um es in der Arena zu platzieren.
Wir wollen mit unseren Laserstrahlen die anderen Schiffe und Stationen treffen, möglichst nicht unsere eigene – wobei es erstaunlich ist, wie häufig das schiefgeht. Außerdem können wir auf die Asteroiden schießen und je nach Laserstärke entsprechend viele Mineralien abbauen.

Raumschiffe mit niedrigster Zahl zuerst
Befinden sich alle Schiffe in der Arena, beginnt die Auswertungsphase. Die Zählerei übernimmt dankenswerterweise die App, nachdem ein Spieler mit dem Smartphone oder Tablet die Arena fotografiert hat.
Die Spielenden können sich einfach die Punkte anzeigen lassen. Die App kann aber auch nach und nach auswerten. Wichtig für die Wertung ist, dass die Raumschiffe zuerst schießen, die die niedrigste Initiative haben.
Mehrere Varianten in der Schachtel
Punkte gibt es für eigene Laserstrahlen, die gegnerische Schiffe oder Stationen treffen oder zerstören. Raumschiffe, die am Ende nicht explodiert sind, punkten für Mineralien, die sie abgebaut haben. Hat die eigene Station den Kampf überstanden, bringt das ebenfalls vier Zähler.
In der kleinen Schachtel stecken aber auch noch mehrere Varianten von „Light Speed Arena“. Die sechs Asteroiden können auf ihre werbefinanzierte Seite gedreht werden, die eigene Sonderregeln ins Spiel bringen. Einer oder beide Asteroiden können geflippt sein.
Besondere Asteroiden
Beispielsweise ist „Das Nugget“ ein sehr kleiner Asteroid, der – falls man ihn trifft – doppelt so viele Materialien bringt. Trifft ein Schiff „Astrofuelll“, machen alle anderen Laserstrahlen einen Punkt Schaden mehr. Findet mal schön selbst raus, was „Photonbright“, „Destiny Ammo“, „Drift Cola“ und „Nova Snipe“ an Effekten und Chaos in die Arena bringen.
Die Flottenkapitäne können aber auch mit den Sonderfertigkeiten der Fraktionen spielen. „Amboom“ zerstört angeschossene Einheiten, Gelbe „Solspear“-Laser können zwei Schiffe mit einem Schuss treffen, die „Agronauts“ haben stärkere Schilde und ein „Retroblast“-Raumschiff verursacht mehr Schaden, wenn es in der vorherigen Runde beschädigt wurde.
Teammodus von „Light Speed Arena“
Möglich ist auch ein Teammodus mit zwei Stationen, die aneinander angrenzend liegen. Dann geht es „zwei gegen zwei“ oooooooder wir geben’s uns richtig und legen in der knappen Zeit gleich zwei Raumschiffe. Weil’s ja noch nicht stressig genug ist.
Einen Solomodus hat „Light Speed Arena“ auch noch im Angebot, bei dem in die Solistin in Szenarien gegen eine andere Fraktion antritt, deren Aufbau die App vorgibt.
Schnell, chaotisch, großartig!
„Light Speed Arena“ ist ein großartiges, schnelles, chaotisches Echtzeit-Spiel, dem die App gut tut. James Ernest und Tom Jolly haben ihrem „Light Speed“ aus dem Jahr 2003 einen neuen Anstrich und die elektronische Unterstützung verpasst.
Der App bei der Auswertung zuzusehen, ist lustig, auch weil Charaktere das Geschehen unterhaltsam kommentieren. Wem es irgendwann zu lange dauert, der kann das – wenn gewünscht – abkürzen. Gut so!
Gut gezielt oder verzockt?
Die Initiative bringt einen guten Dreh mit, denn das super platzierte Schiff mit der Acht ist vielleicht schon abgeschossen, bis es dran ist. Gleichzeitig verzockt sich eine Flottenchefin gern mal, wenn sie ein bereits zerstörtes Schiff angreift, der Laserstrahl durchgeht und dann die eigene Station trifft. Dumm gelaufen – und höchster Spielgenuss mit ausgesprochen witzigem Leidensfaktor unter Freunden am Spieltisch.

In der kurzen Zeit, die die App zur Platzierung gibt, ist es gar nicht so einfach, Initiative, Laser, Schilder, andere Schiffe, Stationen und Asteroiden im Blick zu behalten. Erst recht, wenn die auch noch auf ihrer Werbeseite liegen. Aber genau das macht den Reiz von „Light Speed Arena“ aus, einem wirklich gelungenen Spiel mit sehr sinnvoller App-Nutzung. Dass das gut funktionieren kann, hat Pegasus Spiele schon bei „Boss Fighters QR“ bewiesen. Beide sind auf ihre Art richtig gute Spiele!





























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