Elios: Das Sonnenbau-Projekt

Zur Sonne haben die Menschen aufgrund des Klimawandels gerade ein gespaltenes Verhältnis. Das Verhältnis zu „Elios“ sollte aber unkompliziert sein. Denn zum einen ist das Spiel auch unkompliziert, zum anderen bringt es trotzdem jede Menge Kurzweil und Spaß an vielleicht so manchem trüben, dunklen Abend in Herbst und Winter.

  • Autor: Philippe Proux
  • Illustration: Katie Burk & Ajsa Zdravkovic
  • Spielerzahl: zwei bis vier
  • Alter: ab sieben Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Helvetiq

„Wooden Game“ – Spiel aus Holz steht vorne auf der Packung drauf. Entsprechend ist die Schachtel auch vielleicht etwas schwerer, als vermutet, wenn man „Elios“ aus dem Regal zieht. Für das Spiel ist das aber nur hilfreich. Gutes Material ist schließlich immer zu begrüßen. Zusätzliches Gewicht kommt durch die Regeln nicht in den Karton. Die sind erfrischend kurz und knapp gehalten, wodurch ein schneller Einstieg ins Spiel möglich ist.

Schnell eigene Sonnenstrahlen platzieren

Ziel ist es, am schnellsten alle Sonnenstrahlen, die vor einem liegen, rund um die Sonne herum zu platzieren. Die Sonne, das sind zu Beginn zwei gelbe Holzscheiben. Um sie herum platzieren die Spieler die Strahlen. Die sind logischerweise nicht gelb, sondern bunt. Bis auf die Jokerstrahlen, die sind weiß. Für jede Farbe – außer den Jokern – gibt es einen eigenen Strahlenstapel.

Die Anzahl der Strahlen, die ein Spieler bekommt, richtet sich nach der Zahl der Personen am Tisch. Zu zweit bekommt jeder 16 Strahlen und zwei Joker, zu dritt und zu viert sind es zehn beziehungsweise acht Strahlen und je ein Joker.

Strahlen in Auslage vorsortieren

Jeder zieht seine Sonnenstrahlen aus dem Stoffbeutel und legt sie vor sich in Gruppen von bis zu drei Strahlen ab, wobei in einer Gruppe keine zwei Strahlen der gleichen Farbe liegen dürfen. Wer fertig ist, teilt das den anderen mit.

Der letzte Spieler, der das Vorsortieren beendet hat, darf anfangen. Im ersten Zug muss er eine Gruppe mit einem Jokerstrahl spielen. Danach geht’s im Uhrzeigersinn weiter. Pro Zug darf ein Spieler eine von drei Aktionen ausführen.

Strahlen spielen folgt Regeln bei „Elios“

Er kann eine Gruppe Sonnenstrahlen legen. Dabei muss er darauf achten, dass er die Sonnenstrahlen entweder auf Strahlen der gleichen Farbe oder auf einen Jokerstrahl legt. Und er muss alle Sonnenstrahlen auf derselben Ebene platzieren. Das heißt, die Stapel, auf der die neuen Strahlen landen, müssen gleich hoch sein. Außerdem darf kein Sonnenstrahl höher liegen als die gelben Scheiben in der Mitte.

Die zweite Möglichkeit im Zug ist, eine gelbe Scheibe in die Mitte zu legen und so eine zusätzliche Ebene zu schaffen. Als dritte Möglichkeit darf er noch eine seiner Gruppen in zwei kleinere Gruppen von Sonnenstrahlen teilen. Wer zuerst alle Strahlen verbaut hat, gewinnt.

Vergnügliche Viertelstunde mit „Elios“

Das klingt einfach, ist es vom Prinzip her auch. Im realen Spiel muss man die grauen Zellen aber schon rotieren lassen. Komme ich mit meiner Taktik durch? Was machen die Mitspieler? Kann ich vielleicht auch bluffen? Diese Mischung sorgt bei „Elios“ für reichlich Spielspaß.

Ein bisschen ist es wie beim Schach, wenn man versucht, ein paar Züge vorauszudenken. Nur um im nächsten Moment schon wieder festzustellen, dass man den Plan über den Haufen werden kann. Und da eine Runde nur etwa eine Viertelstunde dauert, kann man sich durchaus drei, vier Runden mit „Elios“ vergnügen – und ganz vergessen, dass es draußen schon dunkel geworden ist.

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