Spirits of the Wild – Awakening: Kojote ärgert Steinsammler

„Spirits of the Wild – Awakening“ ist ein Hingucker. Die Tiergeister, der knuffige Kojote – ausgesprochen hübsch ist nicht nur das Cover. Drin steckt ein abwechslungsreiches, cleveres Spiel für zwei, das auch teilweise in Kombination mit seinem Vorgänger aus dem Jahr 2018, „Spirits of the Wild“ gespielt werden kann.

  • Autor: Nick Hayes
  • Illustration: Rachel Quinlan
  • Spielerzahl: zwei
  • Alter: ab zehn Jahren
  • Dauer: 20 bis 30 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Mattel Games

Der (Spiel-)Legende nach sammeln die Tiere des Waldes farbige Steine vom Flussufer und legen damit schöne Muster, wobei jedes Tier eine eigene Anordnung bevorzugt. Der ungeduldige Kojote will nicht mit machen, dafür aber für allerlei Ärger sorgen.

Steine für Muster sammlen bei „Spirits of the Wild – Awakening“

Jede Spielerin erhält fünf Tiertableaus. Es gibt insgesamt 15 verschiedene, mit Mini-Promo 17. Pro Partie spielt das Duo am Tisch jeweils die fünf gleichen Tableaus. Das sorgt für einen extrem hohen Wiederspielreiz, weil sich jede Runde verändert mit einer neuen Kombination von Tieren, die alle eigene Anforderungen haben an ihre Steinmuster.

Bereit liegen außerdem zwei Stapel mit je drei Tiergeistern, die sechs Zugplättchen der Spielenden und eine Schale mit vier bunten Steinen, die immer wieder aus einem Stoffbeutel nachgezogen werden. Es gibt sie in Türkis, Gelb, Rot und Lila und Weiß. Die Letztgenannten sind Geiststeine mit Sonderfunktion, zu der wir gleich kommen.

Zugplättchen wählen, Aktion ausführen

Wer am Zug ist, wählt genau eins seiner Zugplättchen, führt aus, was darauf zu sehen ist, und dreht es dann um. Möglich ist, einen oder zwei Steine zu nehmen, zwei oder drei Steine in die Schale zu legen oder den Kojoten bewegen.

Das passiert, wenn zwei bestimmte Zugplättchen benutzt sind und sich ihre Rückseite dann zum Kojotensymbol vereinen lässt. Oder mit dem Plättchen, mit dem die Spielerin drei Steine in die Schale legt. Das sechste Zugplättchen erlaubt es der Spielerin, all ihre Plättchen zurück zu drehen und eine Fähigkeit der beiden offen ausliegenden Geistkarten zu nutzen.

Tiere haben Stein-Wünsche

All das passiert, um Steine in passenden Kombinationen auf die Tiertableaus zu legen und damit den Wünschen der Tiere zu entsprechen. Ameise, Biber, Otter, Rabe und Elch wollen andere Steinmuster als Eule, Ratte, Motte oder Ochsenfrosch und Schildkröte.

Da geht es um unterschiedliche oder gleiche Farben mit verschiedener Anzahl. Mal sind es fünf verschiedene Farben, mal Sets mit zwei und drei gleichen Farben, die – wenn beide erfüllt – noch mehr Punkte bringen. All das ist auf den Tableaus zweisprachig auf Deutsch und Englisch auf Vorder- und Rückseite verständlich erklärt.

Kraftstein verdoppelt und schließt ab

Wer auf ein Tableau einen Kraftstein legt, verdoppelt die aktuelle Punktzahl, darf danach aber keinen weiteren Stein mehr darauf platzieren. Das versucht man also eher später zu machen.

Die Kraftsteine sind zugleich auch Endbedingung: Sind fünf von ihnen im Spiel – egal ob auf Boards oder in der Schale – ist die Partie vorbei und wir zählen Punkte.Wer die meisten gesammelt hat, gewinnt.

Kojote blockiert gegnerische Tiere bei „Spirits of the Wild – Awakening“

Der Kojote funkt da gerne dazwischen. Darf ihn ein Spieler versetzen, parkt er ihn auf einem gegnerischen Tiertableau. Auf dieses Tableau darf der Gegner ab sofort keine Steine mehr legen, bis er den Kojote selbst versetzt. So sorgt der Kojote ständig für eine Blockade bei einem der Spieler, die der loswerden und dem anderen aufdrücken will. Je nach gewählter Tiere wechselt der Kojote öfter oder seltener. Im Weg ist er immer.

Bei der SPIEL 2025 gab es zu „Spirits of the Wild – Awakening“ eine Mini-Promo mit zwei weiteren Tiertableaus: Giftnatter und Klapperschlange. Gemeinsam mit den Tableaus aus dem Spiel von 2018 gibt es richtig viele Möglichkeiten der Tierzusammenstellung, einige sind in der Anleitung von „Spirits of the Wild – Awakening“ auch vorgeschlagen, die Sets sind mit kleinen Symbolen auf den Tiertableaus einfach zu finden.

Taktisches Set-Collection-Spiel mit toller Illustration

Insgesamt ist „Spirits of the Wild – Awakening“ ein sehr gelungenes, taktisches Set-Collection-Spiel, bei dem wir uns gegenseitig den Kojoten zuschustern, um punkteträchtige Sammlungen beim Gegner zu verhindern. Das macht Spaß und es wollen noch diverse Tiertableau-Kombis ausprobiert werden. Ausgesprochen gelungenes, kleines Spiel mit Tiefgang. Mögen wir!

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