Zwei Familien mit sieben Tieren vor sich liegen haben – das ist das Ziel von „My Seven“, einem einfachen, aber guten Sammelspiel von Michael Schacht.

Die Spielvorbereitung ist schnell erledigt. In der Tischmitte liegen die 91 Spielsteine – drei Joker und acht Familien mit je elf Tieren –, außerdem die Marker mit der Sieben und der Doppel-Sieben. Dazu später mehr. Jede Spielerin zieht drei Spielsteine und stellt sie vor sich aufs Bänkchen. Los geht’s.
Familien ausspielen oder tauschen
Ist eine Spielerin an der Reihe, prüft sie zuerst, ob in der Mitte ein Stein aufgedeckt ist. Ist das nicht der Fall, dreht sie einen um. Danach nimmt sie zuerst zwei Steine aus der Mitte, drei wenn ihr Bänkchen leer ist. Dabei kann sie zwischen den aufgedeckten und den verdeckten wählen. Sind am Ende des Ziehens fünf verschiedene Tiere auf der Bank, gilt das als Regenbogen – ein zusätzlicher Stein ist die Belohnung.

Es folgt Phase zwei des Spielzugs, in dem die Spielerin beliebig viele Aktionen beliebig oft ausführen darf. Sie kann eine Familie auslegen, was bedeutet, dass sie mindestens zwei gleiche Tiere von der Bank vor sich legt, es dürfen auch mehr sein. Zur Familienwahl stehen Hase, Schmetterling, Frosch, Schwan, Eule, Eichhörnchen, Vogel und Igel.
Tiere an Gruppen anfügen bei „My Seven“
Die Spielerin darf auch von ihrem Bänkchen Steine an bereits ausliegende eigene Familien anlegen. Oder sie ersetzt bei sich oder einem anderen Spieler ein Kleeblatt durch ein passendes Tier.

Dank eines hübschen Kniffs, kommt Bewegung in die Partie: Hat die Spielerin eine Familie vor sich liegen, die genauso groß ist, wie die eines anderen Spielers, darf sie die Familien miteinander tauschen – und dann wiederum an der anlegen, die jetzt vor ihr liegt.
Nette Kettenzüge und die Spezialaktion
Das bringt immer wieder nette Kettenzüge, die für Spielspaß sorgen und schon mal in „auslegen, tauschen, anlegen, tauschen, anlegen“ ausarten können. Ganz so schön ist’s aber selten, fühlt sich trotzdem gut an. Ein Beispiel:
Wichtig ist, dass die Spielerin Familien nicht teilen oder zusammenfügen darf, sie darf aber mehrere Familien gleicher Tierart vor sich liegen haben. Will gar nichts auf dem eigenen Bänkchen passen, gibt es pro Zug einmalig die Spezialaktion „Zwei für Eins“. Das bedeutet, die Spielerin darf zwei Spielsteine von der Bank mit einem der offenen aus der Mitte tauschen.
Großfamilien bringen Sieben-Marker
Ziel ist es, am Ende eines Zuges zwei Familien mit sieben Tieren vor sich liegen zu haben. Wer eine solche Großfamilie hat, bekommt einen Sieben-Marker, wer die zweite geschafft hat, ergattert die Doppel-Sieben, die zugleich das Spielende auslöste.
Nach dem Zug mit der Doppel-Sieben ist jeder noch einmal dran, dann folgt die Schlusswertung. Für jeden vor sich ausliegenden Spielstein und jeden Sieben-Marker gibt es einen Punkt, zwei für die Doppel-Sieben. Wer die meisten Punkte hat gewinnt.
Schnell erklärt, flott gespielt, prima für Einsteiger
„My Seven“ ist schnell erklärt, genauso flott gespielt und macht dabei viel Freude. Die Spielsteine, die an Domino erinnern, liegen gut in der Hand. Auch das Tauschen der Familien funktioniert problemlos, selbst mit größeren Gruppen.

Das Set-Sammel-Spiel ist prima für Familien und Wenigspieler geeignet, kann aber auch Vielspieler kurzweilig mit Kettenzuggetüftel unterhalten. Ach ja – sicherheitshalber zur Erinnerung: Nur im Spiel versuchen, die eigene Familien zu tauschen! Wirklich!














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