Dicecream: Dice, Dice, Baby!

Erinnert sich jemand an diesen Sommer? Mit seinen Hitzewellen? Manfred Keller und Fabian Zimmermann haben sich mit „Dicecream – Das große Schlecken“ das passende Roll&Write ausgedacht. Mit farbigen Würfeln füllen wir unsere Eisbecher, am Besten noch mit Sahne und Topping, denn dann gibt’s besonders viele Punkte im vergnüglichen Spiel.

  • Autor: Manfred Keller & Fabian Zimmermann
  • Illustration: Christian Schaarschmidt
  • Spielerzahl: zwei bis vier
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 25 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: wer zuletzt einen Eisbecher gegessen hat
  • Verlag: Skellig Games

Jeder Spieler erhält ein Blockblatt, auf dem vier sehr, sehr volle Eisbecher in den Farben rot, gelb, grün und blau zu sehen sind. Dazu liegen fünf Würfel und Bonuskarten bereit. Schon kann’s losgehen.

Erst mal Becher freischalten

Der Startspieler lässt alle fünf Würfel rollen und verteilt sie – natürlich nach Regeln – auf seine Eisbecher, trägt also Zahlen oder Kreuze in den Feldern auf Becher, Sahne, Topping oder Eiswürfel ein. Eiswürfel? Genau! Heißt ja auch „Dicecream“. Es ist nur konsequent, dass das, was andernorts Eiskugeln oder -bällchen wären, hier kubische Angelegenheiten sind.

Wie so oft gibt es aktive und passive Spieler. Zunächst ein Blick auf die Möglichkeiten des Würflers. Er muss mit einem Wurf einen farblich passenden Eisbecher „freischalten“, also den Würfel auf das Becherfeld setzen. Das ist auch mit zwei Bechern in einer Runde möglich.

Farbiges Eis, weiße Sahne bei „Dicecream“

Ist das geschehen, kann der Spieler weitere Würfel seines Wurfs verwenden, um den Eisbecher zuzubereiten. Das bedeutet, er legt farblich passende Würfel auf einen der drei Eiswürfel. Ein Eisbecher hat immer eine Farbe, seine Eiswürfel die drei anderen. Der grüne Eiswürfel ist also mit Essbarem in Blau, Gelb und Rot zu befüllen.

Der weiße Würfel kann mit Werten von eins bis drei oder von vier bis sechs auf dem linken oder rechten Sahnefeld landen. Ein Topping braucht keinen Wert, sondern nur einen farblich passenden Würfel, dann kann der Spieler es ankreuzen.

Einschränkende Platzierungsregel

Ist er fertig mit Verteilen, trägt er die Werte der Würfel in die jeweiligen Felder ein. Ins Feld zum Freischalten des Eisbechers kommt keine Zahl, auf ihr landet später wieder ein Würfel.

Das wäre ja nun aber alles zu einfach, wenn eine kleine, aber wirkungsvolle Regel nicht wäre: Die Summe aller Würfelzahlen, mit denen der Eisbecher zubereitet wird, darf maximal so hoch sein, wie die Zahl des Würfels, die den Becher freigeschaltet hat. Das sorgt dafür, dass in nahezu jedem Wurf Würfel „verfallen“, weil der Spieler sie nicht unterbringt.

Rettende Schokobohnen

Abhilfe können Schokobohnen schaffen, von denen jeder zwei zwischen seinen Eisbechern hat. Eine Spielerin kann eine davon abstreichen und dafür beliebig viele Würfel neu würfeln.

Ist der aktive Spieler fertig, dürfen sich alle anderen in der Runde genau einen Würfel aussuchen. Erlaubt sind nur die Würfel, die der aktive Spieler für Eiswürfel, Sahne oder Topping verwendet hat. Die passiven Spieler können sie aber bei sich an einer beliebigen Stelle eintragen.

Bonuskarten am Rundenende von „Dicecream“

Waren alle am Tisch einmal mit Würfeln aktiv an der Reihe, endet die Runde mit dem Umdrehen der Bonuskarten.

Sie bringen Soforteffekte, die jeder Spieler nutzen darf, beispielsweise ein beliebiges Topping im roten Becher ankreuzen oder eine Vier in einem beliebigen blauen Eiswürfel eintragen.

Schlusswertung: Aber bitte mit Sahne!

Je nach Anzahl der Spieler werden unterschiedlich viele Runden gespielt. Fünf sind es für zwei Spieler, vier für drei und drei für vier Akteure. Dann folgt die Schlusswertung becherweise.

Ins Feld des Gefäßes kommt die Summe aus Eiswürfel-Werten, den Sahnefeldern – sind beide ausgefüllt, gibt es zwei Punkte als Bonus – und Toppings, die die Gesamtpunktzahl verdoppeln, wenn sie alle angekreuzt sind. Danach addiert jeder seine vier Eisbecher und je zwei Punkte pro übriger Schokobohne und fertig ist die Siegersumme.

Eis geht immer, „Dicecream“ auch

„Dicecream“ ist schnell erklärt, noch schneller aufgebaut und bereit zum Loswürfeln. Das Material ist schön illustriert. Es entspinnt sich ein munteres Roll&Write, bei dem sich eine Eisbecher-Befüllerin der Tatsache klar sein muss, dass man definitiv nicht alles haben. Also nicht alle Becher komplett befüllen kann. Die Frage ist also: Wo lass’ ich Lücken und sammle dafür mit den anderen Feldern möglichst viele Punkte?

Es lässt sich mindestens einen heißen Sommer lang Spaß mit „Dicecream“ haben. Wobei – ich weiß ja nicht, wie’s euch geht. Aber ich kann das ganze Jahr über Eis essen und Roll&Writes spielen. Also: Her damit!

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert