Buchstaben Klacks: Spaßiges Lernspiel

Die Sprache ist eine der elementarsten Grundlagen des menschlichen Daseins. Weshalb Kinder auch gerne früh neugierig sind, zu wissen, was die Buchstaben bedeuten, wie sie heißen und wie man sie ausspricht. Pia und Arne Hardt haben sich dieses Themas angenommen und in ein Spiel gepackt. „Buchstaben Klacks“ gibt es sowohl für erste Erfahrungen mit der deutschen als auch mit der englischen Sprache.

  • Autor: Pia und Arne Hardt
  • Spielerzahl: zwei bis zehn
  • Alter: ab vier Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Alster- und Elbharmonie Hardt GmbH

Eltern, die schon Erfahrungen mit Kartenspielen haben, werden gleich beim ersten Blick denken: Huch, das sieht ja aus wie „Uno junior“. Da kann man dann nicht widersprechen. „Buchstaben Klacks“ hat tatsächlich eine ähnliche Optik sowie ähnliche Mechanismen wie der Klassiker. Auch das Spielziel ist identisch: Wer zuerst alle Karten abgelegt hat, hat gewonnen.

„Buchstaben Klacks“ macht mit Buchstaben vertraut

Das übergeordnete Ziel von „Buchstaben Klacks“ ist allerdings, Kinder spielerisch mit Buchstaben vertraut zu machen. Farben und Tierassoziationen sollen dabei zusätzliche Hilfestellungen bieten.

Jede Karte stellt einen Buchstaben dar. Dieser ist jeweils kombiniert mit einem Tier, das den gleichen Anfangsbuchstaben hat. So ist auf der Karte mit dem Buchstaben A ein Affe zu sehen, auf der mit dem N ein Nashorn.

Karten beidseitig bedruckt

„Buchstaben Klacks“ hat allerdings einen schönen Mechanismus eingebaut, der es zum einen wohltuend von „Uno junior“ abhebt und zum anderen Abwechslung und noch mehr Farbe ins Spiel bringt. Denn hier sind beide Seiten der Spielkarten bedruckt.

Auf der einen Seite sind Karten mit einem weißen Rand. Auf der anderen Seite haben die Karten einen farbigen Rand. Weshalb man zu Beginn erstmal schauen, dass alle Karten für den Nachziehstapel mit der gleichen Seite nach oben zeigen.

„Dreh-das-Spiel“-Karte als Besonderheit

Zwischen den beiden Seiten der Spielkarten wird im Verlauf des Spiels gewechselt. Das passiert, wenn man die „Umdrehen“-Karte ausspielt. Dann wird von der Kartenseite mit dem weißen Rand auf die mit dem farbigen Rand gewechselt oder umgekehrt. So wird sichergestellt, dass alle Buchstaben Teil des Spiels sind.

Jeder Spieler bekommt sieben Karten ausgeteilt. Die restlichen Karten sind der Nachziehstapel. Die oberste Karte des Nachziehstapels wird aufgedeckt und bildet den Grundstock für den Ablagestapel. Reihum müssen die Spieler nun versuchen, ihre Karten abzulegen.

Bewährte Regeln bei „Buchstaben Klacks“

Dabei sind einige bekannte Regeln zu beachten: Die Karte, die man ablegt, muss entweder in Farbe oder Buchstabe/Tier mit der abgelegten Karte übereinstimmen. Ein Beispiel: Ein blaues E (mit Elefant) kann man auf ein grünes E legen.

Alternativ gibt es auch bei „Buchstaben Klacks“ Sonderkarten zur Auswahl. Diese Aktionskarten ähneln denen bei „Uno“. Bei „Plus 1“ muss der nächste Spieler eine Karte ziehen und dann aussetzen. Eine andere „Plus 1“-Karte darf nicht gelegt werden.

„Schlafenszeit“ beim Kartenspiel? Klar!

Bei „Schlafenszeit“ muss man einmal aussetzen. „Richtungswechsel“ bedeutet, dass wenn vorher im Uhrzeigersinn gespielt wurde, jetzt gegen den Uhrzeigersinn gespielt wird.

Es gibt auch zwei schwarze Karten: die „Wunsch“-Karte, bei der man sich eine Farbe oder einen Buchstaben/ein Tier wünschen kann, und die „Plus 2“-Karte, bei der sich der Spieler, der sie ablegt eine Farbe oder einen Buchstaben/ein Tier wünschen darf und der nächste Spieler zwei Karten ziehen und dann aussetzen muss.

„Hoppla“ statt „Uno“

Hat ein Spieler nur noch eine Karte auf der Hand, muss er „Hoppla“ rufen, damit die anderen wissen, was die Stunde geschlagen hat. Vergisst man, anzukündigen, dass man nur noch eine Karte auf der Hand hat, muss man eine Strafkarte ziehen. Wer zuerst keine Karten mehr auf der Hand hat, gewinnt.

Für die deutsche Sprache funktioniert das tatsächlich von A bis Z mit Tieren. Wobei die Autoren bei X mit Xenopus, was die Gattung der Krallenfrösche umfasst, sehr kreativ waren. Aber das ist in der Spielewelt ja nie verkehrt.

Tiere und Gegenstände auf Englisch

Die Version für die englische Sprache hat ebenfalls die Tierwelt als Zentrum, auf einigen Karten sind aber auch Gegenstände abgebildet, wie etwa beim J für jam (Marmelade) oder bei X xylophone (Xylofon). Da müssen die Eltern einfach selbst entscheiden, welche Version sie mit ihren Kindern spielen.

Spaß macht „Buchstaben Klacks“ oder für Englisch „Letters Klacks“ auf jeden Fall. Die Regeln sind leicht zum Reinkommen. Die Tiere und bei der englischen Version auch die Gegenstände helfen den Kindern – das Spiel ist ab vier Jahren –, zügig mit den Buchstaben zurechtzukommen.

Lernziel spielerisch erreichen

Das Ziel, das der Verlag auf seiner Website angibt – Förderung von Buchstabenkenntnis, Konzentrationsfähigkeit und Sprachentwicklung – wird spielerisch erreicht.

Bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren schadet es selbstverständlich nicht, wenn ein Erwachsener mitspielt und ein wenig unter die Arme greift, je nachdem, wie weit die Buchstaben schon bekannt sind.

„Spiel umdrehen“ hebt von der Masse ab

Der Mechanismus, den Nachziehstapel mitten im Spiel umdrehen zu können, gibt „Buchstaben Klacks“ einen witzigen und interessanten Kniff, der das Spiel deutlich von der Masse abhebt.

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