Seit 2016 begeistert Katja Brandis mit ihrer Kinder- und Jugendbuchreihe „Woodwalkers“ . Mittlerweile sind auch zwei Kinofilme erschienen. Da darf selbstverständlich auch ein Brettspiel nicht fehlen. Kai Haferkamp hat sich der Umsetzung angenommen. Herausgekommen ist ein angriffslustiges Spiel mit Würfeln und 28 Charakteren aus dem „Woodwalkers“-Universum.

Carag, Schüler an der Clearwater-High, ist die Hauptfigur in den „Woodwalkers“-Büchern. Die Woodwalkers sind Menschen, die sich in ein Tier oder Tiere, die sich in einen Menschen verwandeln können. Carag ist ein Puma-Wandler. Das heißt, dass er sich in einen Puma verwandeln und auch als solcher durch die Wälder streifen kann. Carag und seine Mitstreiter stehen entsprechend auch im Zentrum des Brettspiels.

Viele Charaktere aus der „Woodwalkers“-Reihe im Spiel
Selbstverständlich tun sie das nicht als Menschen, sondern in ihren jeweiligen Tiergestalten. Vier Sets Charakterplättchen gibt es. In jedem gibt es neben einem Puma noch einen Wolf, ein Bison, ein Reh, einen Bär, einen Otter sowie Eich- oder andere -hörnchen.
Jedes dieser Tiere hat spezielle Fähigkeiten. Die Otter – Austauschschülerin Henrietta, Carags Freund Frankie, dessen Cousin Gavin und Cousine Isabella – sind zum Beispiel ausdauernd und intelligent. Die Bären wie Carags Mitschülerin Berta, ihr Vater Bert, ihre Cousine Malita oder ihr Bekannter Buddy sind dagegen kräftig und schnell.
Duelle um Fahnen mit Punkten
Diese Fähigkeiten gilt es, bei dem Spiel geschickt einzusetzen und sich in der Mitte des Spielplans die begehrten Plättchen mit den Siegpunkten und Hilfen zu sichern. Im Mittelpunkt des Spiels stehen daher Duelle um eben jene Plättchen. Diese gewinnt ein Spieler ganz klassisch durch Würfeln. Mit jedem Wurf darf er ein Tier auf dem Spielbrett bewegen. Das Tier, dessen Charakter auf dem Waldplättchen liegt, besitzt es.

Während ein Woodwalker Medizin-, Würfel- und Punkteplättchen behalten darf, muss er um die Fahnen mit den größeren Punktezahlen Duelle austragen, um sie bis zum Ende des Spiels zu verteidigen. Auch da kommen wieder die Würfel ins Spiel.
Werte der Tiere auf Karten und Plättchen
Und Kampfmodusplättchen, von denen sich der Spieler, der gerade am Zug ist, eins aussuchen darf. Diese legen fest, mit welcher Fähigkeit in dieser Runde gekämpft wird, also Ausdauer, Kraft, Intelligenz oder Geschwindigkeit.
Die entsprechenden Werte jedes Tieres sind sowohl auf dem Kartenset, das man vor sich liegen hat, als auch auf den entsprechenden Plättchen, mit denen man auf dem Spielbrett rückt, vermerkt.
Verlorener Kampf bringt Wundplättchen
Nach dem Würfeln werden die Augenzahlen eines Spieler mit der Zahl auf seiner Karte addiert. Wer das Duell gewinnt, besitzt das Plättchen – zumindest vorerst. Der Verlierer muss sein Tierplättchen wieder in die Ausgangsreihe legen. Zusätzlich muss er auf die Karte des Tieres, mit dem der Kampf verloren wurde, ein Wundplättchen legen. Bei drei Wundplättchen ist das Tier aus dem Spiel. Mit der entsprechenden Medizin kann man Wunden allerdings auch heilen.

Bevor ihr jetzt denkt, dass Duelle von vorneherein entschieden sind – es gibt durchaus auch Überraschungen. Denn bei einem verwundeten Bären hat auch ein Streifenhörnchen Chancen. Aber klar, wer das Duell anzettelt, macht das selbstverständlich mit einem Tier, bei dem er sich in der entsprechenden Fähigkeit beim jeweiligen Gegner bessere Chancen ausrechnet.
Besser mit drei oder vier Spielern
Ja, das funktioniert auch zu zweit, wobei man hier anmerken muss, dass sich die Kontarhenten weitestgehend aus dem Weg gehen können. Erst wenn es an die Verteilung der Fahnenplättchen mit den hohen Punktezahlen geht, kommt es zu Duellen. Da ist bei drei oder gar vier Spielern schon wesentlich mehr Action auf dem Spielbrett geboten.

Das Spiel bietet für „Woodwalkers“-Fans eine gelungene Abrundung der Ausstattung, wenn man schon alle Bücher, Filme und andere Devotionalien hat. Dann kann man auch mithilfe des Wohnzimmertischs sehr gut in die Welt von Katja Brandis eintauchen. Besonders, wenn die Kinder am Tisch den Erwachsenen das „Woodwalkers“-Universum nebenbei noch näherbringen.
„Woodwalkers“ ist gelungenes Familienspiel
Wer ist mit wem verwandt? Wer ist mit wem befreundet? Welcher Bison ist eher schüchtern? Das Spiel selbst ist sehr solide Duell-Unterhaltung mit Würfeln und Plättchen, aber garantiert unblutig und daher auch für Kinder ab acht Jahren geeignet. Wer am Ende die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.
Besondere Schmankerl sind im Regelheft ein Vorwort von Katja Brandis sowie auf der Rückseite eine Übersicht über die Charaktere, die im Spiel vorkommen. Bespielbar sind übrigens auch Vorder- (Tag) und Rückseite (Nacht). Für beide Seiten gibt es separate Waldplättchen-Sets. Das rundet das Gesamtpaket dieses guten Familienspiels ab.














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