P’kup: Hoch die Karten!

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Vor Kurzem ist ein Päckchen bei mir angekommen. Darin steckten sechs P’kups, kleine bunte Helferlein, die es uns Spielenden erleichtern wollen, Karten vom Tisch zu nehmen. Aber funktioniert das? Ja, tut es, wenn man ein bisschen zielt und sich an die Tipps hält, die in der Anleitung stecken – verbunden mit kleinen Macken. Dennoch bleibt am Ende ein positives Fazit. Warum? Lest und seht selbst.

  • Designer: Kyng
  • Spielerzahl: für alle
  • Hersteller: Pirate Gold

Um den P’kup zu benutzen, drückt die Spielerin ihn leicht auf eine Karte. P’kup hochheben, Karte hängt am Saugnapf.

Eine Karte ist mit dem P’kup super aufzunehmen. Video: Xamra

Mit Druck auf den beweglichen oberen Teil löst sich der Saugnapf und die Karte fällt ab.

Kurzer Druck auf den oberen Teil und die Karten fallen ab. Video: Xamra

Kartenstapel aufheben mit P’kup

Mit dem P’ckup kann man auch mehrere Karten auf einmal aufheben, das klappt besser, wenn die Karten gerade gestapelt liegen.

Hier der Beweis: Stapel hochnehmen geht! Foto: Xamra

Gleiches gilt, wenn man versucht, nach der ersten noch eine zweite Karte aufzunehmen – kann mit „verdreht“ liegenden Karten klappen, muss aber nicht.

Auch nach der ersten eine zweite Karte heben – geht! Video: Xamra

Wichtig ist, dass man mit mehreren Karten nicht auf die Idee kommt, den P’kup schief zu halten. Dann rutschen die unteren Karten ab. Ist aber logisch, Physik und Schwerkraft und so – der P’kup ist nun mal kein Zauberstab.

Sobald man einen Kartenstapel zu schief hält, fallen die Karten runter. Das ist aber mehr die Schwerkraft als ein Fehler. Video: Xamra

Gesleevte Karten besser einzeln

Halten einzelne Karten nicht gut genug, lässt sich der P’ckup insofern „reparieren“, dass man den Saugnapf fester eindrehen kann.

Bei Sleeves bleibt eine Karte relativ gut hängen, vor allem, wenn man mit dem P’kup auf der Seite mit versiegeltem Rand andockt. Bei mehreren Karten sorgt der Hohlraum zwischen Folie und Karte allerdings dafür, dass nur eine Karte relativ sicher hängt, der Rest fällt auch bei geradem Hochheben direkt wieder herunter. Da ist also nichts mit „Mehrere Karten aufnehmen“.

An Karte und Tisch festgesaugt

Kommen wir zu den erwähnten weiteren kleinen Macken: Das kleine Teilchen funktioniert laut Anleitung auf unterschiedlichen, am Besten aber auf weichen oder nicht ganz glatten Oberflächen. Das lässt sich bestätigen. Ist die Oberfläche selbst zu glatt, kann es passieren, dass sich der P’ckup mitsamt der Karte daran festsaugt.

Der P’kup funktioniert prima zum Beispiel auf einer Neoprenmatte auf dem Spieltisch. Die Matte erleichtert es mir aber auch schon selbst, Karten besser aufzunehmen als auf Holz oder Glas. Dort wiederum kann es aber passieren, dass der P’kup sich mit Karte am Tisch festsaugt. Hilft er dann wirklich? Das müssen weitere Testrunden auf weiteren Oberflächen zeigen. Die Anleitung rät, in die Nähe einer Ecke zu zielen, um Karten auf glatten Oberflächen einfacher aufnehmen zu können. Das hat bei mir nur bedingt geholfen, manchmal hing trotzdem P’kup an Karte an hölzernem Spieltischrand.

Manchmal hilft einfach normal ziehen

Die Stapelverarbeitung des P’kup scheint mir nicht immer gut einsetzbar. Denn mehrere Karten gleichzeitig nehmen ergibt für mich nur dann Sinn, wenn ich alle oder zufällig viele will. Gezielt zwei oder drei Karten mit dem P’kup ziehen, geht nicht, das kann der kleine Helfer aber auch gar nicht leisten.

Da wären wir dann wieder bei den logischen Erwartungen an das kleine Gerät. Und vom Stapel zwei, drei Karten ziehen ist für nicht mehr ganz so geschickte Finger ja auch einfacher, als einzelne Karten vom Tisch zu bekommen.

Nettes Gimmick an der Schachtel

Die Verpackung des P’kup ähnelt einer Filmdose. Für die jüngere Generation: Das waren die Dinger, in denen Filme für Fotoapparate steckten, die man entwickeln (lassen) musste, bevor Fotos digital und Fotoapparate quasi von Smartphones abgelöst wurden. Die Schachtel kommt mit einem netten Gimmick daher: Der Deckel lässt sich so auf einer Zahlleiste drehen, dass man damit Punkte zählen kann.

Allerdings sitzt beispielsweise bei der weißen Schachtel der Deckel so locker, dass er nach unten rutscht, sodass die höheren Zahlen nicht sichtbar bleiben. Das ist schade, weil die Idee wirklich nett ist und dem P’kup noch einen zusätzlichen Mehrwert geben würde, würde es sicher und nicht verrutschend funktionieren.

Gut nutzbares Tool hilft Spielenden mit Greifproblemen

Trotz kleiner Macken: In Summe ist der P’kup ein Tool, das tut, was es soll, wenn man nicht mit überzogenen Erwartungen an ein kleines Gerät geht, das nun mal keine Wunder bewirken oder die Schwerkraft besiegen kann. Aber er kann Spielenden mit Greifproblemen oder Schwierigkeiten mit dem Gefühl in den Fingerspitzen oder grundsätzlich mit Fingern oder Händen wirklich gut helfen, Karten vom Tisch zu bekommen.

So können Menschen, gerade auch Ältere, wieder Spaß am Spielen finden ohne den Frust, mit unbeweglicheren Fingern am Aufnehmen der Karten zu scheitern. Allein dafür lohnt sich ein näherer Blick auf den P’kup. Er bleibt definitiv in meinem Regal!

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