Wer schlägt zur richtigen Zeit zu? Darum geht es beim Kartenspiel „Mücken drücken“ von Reiner Knizia. Bis zu sieben Spieler können dabei um Punkte kämpfen. Doch aufgepasst: Nicht jede Mücke bringt auch die gewünschten Punkte. Und nicht immer ist eine Mücke ausreichend.

Wer schlägt zur richtigen Zeit zu? Darum geht es beim Kartenspiel „Mücken drücken“ von Reiner Knizia. Bis zu sieben Spieler können dabei um Punkte kämpfen. Doch aufgepasst: Nicht jede Mücke bringt auch die gewünschten Punkte. Und nicht immer ist eine Mücke ausreichend.
Einer ist der Dealer bei „Mücken drücken“
„Mücken drücken“ ist im Prinzip ein Spiel, wie für uns hier in der Pfalz gemacht. Denn, wir können das locker zugeben: Wir haben auch im Sommer schon zugehauen, wenn die Schnaken in der Dämmerung in Angriffsformation um unsere Köpfe gekreist sind. Klar, bei dem Kartenspiel aus dem Hause Denkriesen werden keine echten Mücken platt gemacht. Aber ein wenig Aggressionspotenzial aus der warmen Jahreszeit kann euch helfen, bei „Mücken drücken“ als Sieger vom Tisch zu gehen.

Doch der Reihe nach. Das Kartendeck, mit dem man versucht, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, besteht aus 110 Karten. Bei drei oder vier Spielern am Tisch, werden einige Karten aus dem Spiel genommen. Bis zu sieben Spieler verträgt das Deck. Die Karten müssen sehr gut gemischt werden. Dann schlüpft ein Spieler in die Rolle des Dealers. Er dreht vom verdeckten Stapel eine Karte nach der anderen um und legt sie in die Mitte.
Zuhauen und Karten einsammeln oder warten?
Die anderen Spieler müssen nun aufpassen und Entscheidungen treffen: Zuhauen und den Stapel einsammeln, oder noch warten, ob vielleicht nicht doch noch etwas Besseres kommt. Und was machen die anderen Spieler am Tisch? Denn die Karten haben unterschiedliche Werte und Bedeutungen. Karten, auf denen eine Fliegenklatsche mit einer Zahl zu sehen ist, sind genau diese Punkte wert – sowohl positiv als auch negativ. Wobei nur Schnaken/Moskitos Punkte bringen.
Bei allen anderen Insekten muss man Punkte abziehen. Sind zwei Fliegenklatschen mit Punkten zu sehen, braucht man von dieser Sorte Mücken zwei, sonst gibt es dafür keine Punkte. Auf der anderen Seite: Bei negativen Punkten muss man sich hüten, eine zweite Karte dieser Art zu bekommen, sonst muss man entsprechend Punkte abziehen.
Endlich mal ein positiver Engerling
Fehlt einem das passende Gegenstück zu einer positiven Doppelkarte, hilft der Engerling. Hobbygärtner können sich entspannen. Gemeint ist hier offenbar nicht der Schädling, also der Engerling des Maikäfers, sondern eher der Nützling, der Engerling des Rosenkäfers. Denn bei „Mücken drücken“ vervollständigt der Engerling als Joker ein Pärchen, dem die passende zweite Karte fehlt.

Weitere Elemente, um Punkte zu bekommen, sind die Fliegenfalle und der Bruzzler. Bei der Fliegenfalle ist taktisches Geschick gefragt. Wer die meisten Fallen gesammelt hat in einer Runde, bekommt sieben Punkte. Wer die wenigsten oder gar keine Fallen hat, muss sieben Zähler abziehen. Ein entscheidendes Element in einer Runde kann der Bruzzler darstellen. Es lohnt sich, die Insektenfalle zu sammeln. Denn je mehr dieser Karten man am Ende einer Runde auf der Hand hat, desto mehr Punkte bekommt man – maximal 40.

Mix aus Glück, Geschick und schneller Reaktion
Die Rolle des Dealers wechselt jedes Mal, wenn sich ein Spieler einen Stapel aus der Mitte des Tischs gesichert hat. Maximal drei dieser „Pötte“ darf man sich sichern. Danach ist man nur noch Dealer für diese Runde. Nach drei Runden werden alle Punkte addiert und der Gewinner ermittelt.
„Mücken drücken“ bietet als Kartenspiel eine gelungene Mischung. Man braucht Glück, aber auch taktisches Geschick sowie bei der passenden Gelegenheit eine gute Reaktionszeit. Das ist zu dritt und zu viert schon ein großer Spaß und gewinnt zusätzlich mit noch mehr Spielern am Tisch. Der Einstieg ist relativ einfach. Aber man braucht ein, zwei Runden, um sich an die Mechanismen anzupassen.
Platte Finger, aber Karten gesammelt
Selbstverständlich muss man die Taktik von Runde zu Runde anpassen und darauf achten, welche Ziele die Mitspieler verfolgen. Überscheiden sich die Taktiken, kann das schon mal zu platten Fingern in der Mitte führen. (Kennen wir schon vom Krokodil von „Dodelido“: Ringe aus! Nachzulesen auch in der Rubrik „Sätze, die nur am Spieltisch fallen“). Das ist dann aber auch das Zeichen, dass man sich den Pott gesichert hat. Geht die Taktik am Ende auf, macht das den Schmerz mehr als erträglich.







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