Monsterhunger: Rettet das Dorf!

Einer Legende zufolge wird ein abgelegenes Dorf regelmäßig von einem schrecklichen Fluch heimgesucht. Immer wieder schleichen Monster um das Dorf herum – und wollen rein! Für die Bewohner gibt es erstmal keinen Ausweg. Doch ein paar Bewohner kämpfen gegen den Fluch der hungrigen Ungeheuer. Womit das Ziel in „Monsterhunger“ auch schon klar wäre: Die Spieler müssen gemeinsam versuchen, die Monster zu füttern und so das Dorf zu retten.

  • Autor: Julk
  • Illustration: Apolline Étienne
  • Spielerzahl: eins bis vier
  • Alter: ab sieben Jahren
  • Dauer: 20 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Auzou/Hutter Trade

Da das Spiel schon ab sieben Jahren freigegeben ist, passiert das alles selbstverständlich kindgerecht und mit eher putzigen Monster. Den ersten Spaß gibt’s dann zum Beispiel auch schon beim Aufbauen. Das Dorf ist im Boden der Schachtel.

Monster haben Leibspeisen

Drumherum legen die Spieler Kartonteile – das ist der Monsterweg. Die Torpfosten kommen in die vorgesehenen Löcher auf dem Spielfeld, die Markt- sowie die Monsterkarten werden gemischt, und wenn sich jeder eine Spielfigur ausgesucht hat, kann’s auch schon losgehen. Die Spieler kämpfen gemeinsam gegen die Monster, was „Monsterhunger“ zu einem gelungenen Einstieg für Kinder in die Welt von kooperativen Spielen macht. Entsprechend der Anzahl der Spieler am Tisch werden Monsterkarten gezogen.

Auf jeder Monsterkarte ist rechts unten eine Zahl abgebildet. Sie steht für das Startfeld des Monsters. Am oberen Rand der Karte sind die Ressourcen zu sehen, die man braucht, um das Monster zu besänftigen – verschimmelte Salate, geronnene Milch, Erdbeeren mit Blattläusen, giftige Pilze, faulige Eier oder wurmstichiger Käse.

Wichtige Aktionsfelder für Monsternahrung

Als nächstes drehen die Spieler die Ressourcenmarker im Gemüsegarten um. Anschließend stellen sie die Spielfiguren auf die Aktionsfelder. Hier ist Teamwork angesagt. Alle sollten gemeinsam beratschlagen, wer welche Aktion ausführt. Sechs stehen zur Auswahl: Im Kuhstall bekommt ein Nachwuchs-Monsterfütterer Sauermilch, im Hühnerstall faule Eier, in der Molkerei entsteht aus Milch wurmstichiger Käse. Im Gemüsegarten kann ein Spieler entweder zwei gleiche Ressourcen anpflanzen oder würfeln und Ressourcen ernten.

Auf dem Markt können sich die Spieler Karten holen, mit denen sie Monster in der nächsten Phase füttern können. Das geht allerdings nur, wenn sich kein Monster direkt vor dem Tor befindet. Und aufgepasst: Die Feinschmeckerschnecke und die Ratte können einem bei den Marktkarten einen Strich durch die Rechnung machen. Letzte Aktionsmöglichkeit: das Tor reparieren.

Wer füttert welches Monster?

In der nächsten Phase werden die Monster gefüttert. Das Team muss schauen, welche Ressourcen in der Scheune und auf den Marktkarten zur Verfügung stehen. Dann gilt es, zu beraten, welche Monster gefüttert werden sollen. Denn jeder Spieler kann sich nur um eins der putzigen Ungeheuer „kümmern“.

Sind die Monster gefüttert, kommen die Karten auf den Ablagestapel. Alle anderen, die noch auf dem Monsterweg sind, nichts zu Futtern abbekommen haben, also noch hungrig sind, ziehen danach einen Schritt vorwärts. Ein Monster, das bereits vor dem Tor steht, klopft dort an. Dem fallen – je nach Stärke des Monsters – bis zu zwei Torpfosten zum Opfer. Solange das Tor noch mindestens einen Pfosten hat, nehmen die Spieler ihre Figuren zurück und eine neue Runde beginnt.

Einmalig einsetzbare Fähigkeiten bei „Monsterhunger“

Hilfreich im Kampf gegen die Biester, die unbedingt ins Dorf wollen, sind Fähigkeitenkarten, von denen jeder Mitspieler eine bekommt, die aber auch nur einmal im Spiel eingesetzt werden dürfen. Mit einem „Küsschen“ kann ein Spieler zum Beispiel ein Monster auf dem Weg durch eine andere Monsterkarte ersetzen. Durch „Eis“ rückt ein Monster nicht vor. Mit dem „Zauberwürfel“ darf ein Dorfbewohner noch mal würfeln, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt. Der „Windstoß“ versetzt ein Monster zurück auf sein Startfeld.

Das Spiel kann auf zwei Arten enden: Wenn keine Torpfosten mehr im Tor stecken, überrennen die Monster das Dorf und das Spiel ist verloren. Sind allerdings keine Monster mehr auf dem Monsterweg und auf dem Nachziehstapel, haben die Dorfbewohner gewonnen. Das Dorf ist vom Fluch befreit.

Mehrere Varianten von „Monsterhunger“

„Monsterhunger“ ist ideal für Eltern, die selbst spielaffin sind und ihre Kinder in die Welt der kooperativen Brettspiele einführen wollen. Es steckt auch schon ein wenig Tower Defense im Monsteransturm aufs Dorf. Gemeinsam kann man mit „Monsterhunger“ viel Spaß haben – gerne auch mehr als eine Partie lang. Der Gruselfaktor hält sich in Grenzen. Die Monster sind eher spielerisch böse.

Und wenn die Monster-Fütter-Familie mit dem einfachen Schwierigkeitsgrad durch ist und etwas mehr Herausforderung sucht, kann sie den Spielplan in der Schachtel auf die B-Seite drehen. Zusätzliche Varianten bieten der Überlebensmodus, bei dem mit allen Monstern gespielt wird, das schwere Spiel sowie das „Dorfoberhaupt“, bei der einer der Spieler etwaige Diskussionen leitet und eine von drei Bonusaktionen ausführen kann. Das Dorfoberhaupt wechselt jede Runde im Uhrzeigersinn, sodass auch die Kinder mal an die Reihe kommen.

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