Ich steck‘ im Lift: Wo hält der Fahrstuhl?

Wir kennen es alle: Man steht vorm Fahrstuhl und wartet und irgendwer kommt und drückt noch dreimal auf den Knopf, weil’s dann bestimmt schneller geht. Falls es aber wirklich mal wieder länger dauert, bis sich die Schiebetüren öffnen, ließe sich eine Runde „Ich steck‘ im Lift“ einschieben. Versprochen, beim unterhaltsamen Spiel, das sich auch für größere Gruppen einigt, bleibt niemand wirklich im Lift stecken.

  • Autor: Watthanachai Treedecha & Thotsaphon Deeratsamee
  • Illustration: Thotsaphon Deeratsamee
  • Spielerzahl: drei bis acht
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: zehn bis 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: alle spielen gleichzeitig
  • Verlag: Board Game Circus

Jeder der bis zu acht Lieferunternehmen erhält fünf Karten in seiner Farbe und einen Stift. Drei Karten sind sogenannte Fahrkarten, die die Werte null, fünf oder zehn zeigen. Die beiden anderen sind Zielkarten.

Zwischen den spielenden liegen neun Etagenkarten in einer Reihe übereinander – sie gehen vom Erdgeschoss mit dem typischen E jeweils in Fünferschritten von fünf bis 40. Zum Schluss der Vorbereitung landet noch ein Baustellenhütchen auf dem obersten Stockwerk. Punktemarker bereitlegen und los kann die wilde Fahrstuhlfahrt gehen.

Zwei Zielkarten, zwei Stockwerke

Jeder Lieferant schreibt verdeckt auf seine beiden Zielkarten zwei Stockwerke, von denen er glaubt, dass der Lift darin halten wird. Er kann auch zweimal die gleiche Zahl schreiben.

Danach wird der Lift bewegt. Das bedeutet, dass alle am Tisch eine ihrer drei Fahrkarten auswählen und verdeckt vor sich ablegen. Sie werden gleichzeitig umgedreht und die Summer addiert. Ist die Summe beispielsweise 15 und war der Fahrstuhl vorher in Stockwerk 10 fährt er nach oben in Stockwerk 25. Erreicht er die 40, dreht er um und fährt wieder nach unten.

Richtiger Tipp bringt Punkte bei „Ich steck‘ im Lift“

Hält der Lift in einer Etage, die jemand aufgeschrieben hat, erhält derjenige einen oder zwei Punkte. Das hängt davon ab, ob er die richtige Etage auf die Zielkarte mit einem oder zwei Sternen geschrieben hat. Im obersten und untersten Stockwerk gibt es sogar doppelte Punkte.

Da, wo das Baustellenhütchen steht, gibt es keine Punkte – ist ja Baustelle. Der orangefarbene Pylon wandert in jeder Runde eine Etage nach unten.

Schwer in Schublade zu stecken

Etage tippen, Fahrkarte setzen, aufdecken, werten: Das wiederholt sich Runde für Runde, bis das Baustellenhütchen im Erdgeschoss angekommen ist, dann endet die Partie mit einer letzten Runde. Die Spielerin, die die meisten Punktemarker gesammelt hat, gewinnt.

Es ist gar nicht so einfach „Ich steck‘ im Lift“ in eine Schublade zu stecken. Es ist ein bisschen Schätzen, was die Gegner tun könnten, es ist mit Fahrkarten sowas wie Gebote abgeben, die das Endergebnis beeinflussen. Aber wirklich bieten ist es nicht, Push-your-Luck eigentlich auch nicht. Eine Partie funktioniert zu dritt, mit mehr Leuten am Tisch, passiert aber auch mehr – wobei es immer schwieriger wird, zu schätzen, wo der Lift wohl hält.

Schnell erklärt, ungewöhnliche illustriert

Trotzdem ist „Ich steck‘ im Lift“ eine schnell erklärte und gespielte Schätzerei, bei denen man auch Spaß dran haben kann, den anderen Unternehmen die Tour zu vermasseln. Die Karten sind in reduziert und ungewöhnlichem Stil illustriert, am Material gibt’s nichts auszusetzen. Pluspunkte gibt’s für die lustigen Namen der Lieferunternehmen.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert