„Macht auf keinen Fall das nach, was die Bohnen tun!“ steht auf der Anleitung von „Dumb ways to die“. „Dumme Arten zu sterben“ erklärt in der Übersetzung, was damit gemeint ist. Darum auch an dieser Stelle: Tut! Das! NIEMALS!!!!! „Dumb ways to die“ ist ein fieses Kartenspiel über Bohnen, die extrem dämliche Dinge tun und dabei früher oder später draufgehen. Makaber ja, aber irgendwie doch auch lustig. Wer mit dem Thema nichts anfangen kann oder Probleme damit hat, möge an dieser Stelle nicht mehr weiterlesen.

Die Spieler halten alle je drei Bohnenkarten. Vorne sind Bohnen zu sehen, deren Namen schon andeuten, dass sie nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind. Die Rückseite zeigt in Form eines Wackelbilds recht drastisch, wie sie sich am Ende selbst um die Ecke gebracht haben.
Würfel entscheidet über Anzahl der Aktionen
Jeder Spieler bekommt fünf Aktionskarten auf die Hand. In seinem Zug würfelt ein Spieler zunächst, wie viele Aktionen – eins, zwei oder drei – er in dieser Runde machen muss.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Eine Karte nachziehen oder ausspielen. Beim Ausspielen stehen zwei Arten von Karten zur Wahl: Unfall- und alle anderen Karten. Alles, was kein Unfall ist, hat Text am unteren Kartenrand, der sagt, was man tun muss oder darf. Mal darf man die obersten Karten des Nachziehstapels neu sortieren, mal Handkarten mit einem Gegner tauschen. Oft soll es zumindest so halbwegs hilfreich für einen selbst oder ärgerlich für Mitspieler sein.

Unfälle abwehren bei „Dumb Ways to Die“
Unfallkarten gibt es in drei Farben, die sich nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip reihum gegenseitig schlagen. Die wirft man fies einem Mitspieler hin und hofft, dass eine seiner Bohnen diesen Unfall hat. Er kann das aber mit einer entsprechenden anderen Unfallkarte abwehren.
Wem ein Unfall in der Natur droht, dem kann nix passieren, wenn er zu Hause bleibt. „Natur“ wehrt „Weggefahren“ ab, und „Weggefahren“ die Unfälle, die im „Zuhause“ geschehen. Dafür braucht’s aber erst mal die passenden Karten.
„Du bist tot!“ oder „Psycho-Attacke“
Das Ziehen ist unspektakulär, außer man zieht Karten mit einem roten Rand. Die sind noch schlechter als alle anderen. Der Titel „Du bist tot!“ der meisten dieser Karten sagt eigentlich schon alles. Wer sie zieht, muss die passende Unfallkarte dagegen legen können, sonst ist eine der drei eigenen Bohnen weg. Gleich neun dieser Karten sind im Stapel.

Auch mit rotem Rand versehen: die „Psycho-Attacke“. Die irre Bohne mit der Kettensäge, die an einen gewissen, bekannten Horrorfilm erinnert, greift alle gleichzeitig an. Alle müssen reihum würfeln, wer keine Eins würfelt verliert ebenfalls ein Leben.

Rettende Relax-Karte
Einzig wahrer Lichtblick im für Bohnen tödlichen Kartenhaufen: Die Relax-Karte, die gegen alle Unfälle und „Du bist tot“-Karten wirkt. Allerdings auch nur einmalig – und nicht gegen die Psycho-Attacke.

Am Ende gewinnt, wer das Bohnen-Massaker als letzter überlebt hat. Andere aus dem Spiel werfen, der Schere-Stein-Papier-Modus der Abwehr – „Dumb ways to die“ macht spielerisch nicht viel neu, weckt aber allein schon über den Titel Aufmerksamkeit.
Makabrer Humor
Es ist eine spezielle Art Spiel mit wirklich makabrem Humor, den man mögen muss. Und auch, wenn das auf den ersten Blick schräg klingt: Menschen, die sich gerade in schwierigen psychischen Situationen befinden, sollten das vielleicht nicht spielen. Ja, es ist nur ein Spiel, aber manchmal reicht wenig als Auslöser.

Wer über die dämlichen Bohnen lachen kann, wird mit „Dumb ways to die“ seinen Spaß haben. Ich kann aber jeden verstehen, der sagt, dass er das einfach nicht lustig findet. Darum: Geschmackssache. Wer findet, dass es Bohnen besser gut gehen sollte, kann ja noch eine Runde „Würfel-Bohnanza“ spielen.












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