Was wird wohl das Spielziel von „Color Flush“ sein? Genau! Habe einen einfarbigen Flush auf der Hand. Das Problem dabei? Die Karten zeigen auf Vorder- und Rückseite unterschiedliche Farben – und man sieht immer nur eine Seite davon. Das bringt ein munteres Tauschen, Ziehen und Sammeln, bei dem die anderen ständig die eigenen Pläne durchkreuzen.
50 Karten in ungewohnt schmalem Format sind rot, gelb, grün, weiß, blau, rosa, lila oder schwarz gefärbt. Jeder zieht sieben davon, ohne sich die Rückseite der eigenen Karten anzusehen. Der Rest der Karten landet in der Tischmitte. Für alle Spieler gilt: Sie sehen jeweils die Vorderseiten der eigenen Karten und die Rückseiten der Karten aller Mitspieler.
„Color Flush“ – geben, nehmen und drehen
Jeder hat nun drei Aktionen, die genau einmal, dafür aber in beliebiger Reihenfolge passieren dürfen. Möglichkeit eins: eine eigene Karte an einen Mitspieler weitergeben, wobei gilt: Beide sehen immer noch nur die Seite der Karte, die sie zuvor gesehen haben. Da wird nix geflippt. Der Spieler kennt beim Abgeben der Karte aus seiner Sicht nur die Vorderseite, der Mitspieler nur die Rückseite, die dann logischerweise in seiner Hand für ihn zur Vorderseite wird.
Möglichkeit zwei: Eine Spielerin nimmt eine Karte – entweder von einem anderen Spieler oder vom Zugstapel. Auch diesmal werden die Karten nicht umgedreht, sondern so aufgenommen, wie gesehen ohne Kenntnis der Rückseite. Wer wissen will, was auf eben jener Rückseite ist, kann als dritte Möglichkeit, eine Karte auf der eigenen Hand umdrehen. Bei all dem Hin-und-Her muss ein Spieler immer mindestens vier und maximal zehn Karten auf der Hand haben.

Sondereffekt dank Schwarz und Weiß
Helfen sollen die weißen Karten, die als Joker dienen – wenn sie nicht jemand klaut, weil er sich gemerkt hat, welche Rückseite das war.

Allerdings haben weiße Karten einen weiteren Effekt: Legt ein Spieler Weiß auf den Ablagestapel, darf er sofort mit einem anderen Spieler die komplette Hand tauschen. Auch hier gilt: Nichts umdrehen! Dann wären da noch die schwarzen Karten: Wer eine hat, muss sofort die eigene Hand flippen.
Überblick behalten
Der Memory-Faktor in „Color Flush“ ist nicht zu unterschätzen. Denn eine Spielerin sollte sich immer gut merken, was die Kartenrückseiten, die dann nicht mehr sichtbar sind, zeigen. Vielleicht braucht sie genau die eine Karte dieser Farbe plötzlich zum Sieg. Schwierig? Ist es. Man verliert extrem schnell den Überblick, wer denn nun eigentlich wo welche Farben auf der anderen Seite hat, erst recht, wenn das Geflippe von Weiß und Schwarz dazukommt.

Sobald ein Spieler eine einfarbige Hand – weiße Joker dazwischen sind erlaubt – hat, gewinnt er die Partie. „Color Flush“ ist nur was für all jene, die sich wirklich richtig gerne ganz genau merken, was die anderen auf der Hand haben. Sonst ist es reines Glück, ob man richtig tauscht, flippt oder zieht. Wer daran seine Freude hat, kann mit „Color Flush“ lustige, schnell gespielte Runden erleben, bei denen auch noch eine gewisse Portion „Mitspieler ärgern“ dazugehört.













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