City Flip Roma: Glücksabhängiges Stadtpuzzle

Hat wer Lust, in Rom auszuflippen? Na gut, das mag ein wenig übertrieben sein, aber wenn ein Spiel schon „City Flip Roma“ heißt, ist das irgendwie naheliegend, oder? Okay, ernsthaft. Wir reden von einem kooperativen Kartenpuzzle, bei dem ein bis vier Spieler versuchen, gemeinsam die bestmögliche Anordnung auszutüfteln.

  • Autor: Walter Obert
  • Illustration: Fiore GmbH
  • Spielerzahl: eins bis vier
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 15 bis 30 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: wer zuletzt in Rom war
  • Verlag: Huch!

Durch Tauschen und Umdrehen von Karten will die Spielerin einen Stadtplan von Rom entstehen lassen, in dem alle Richtungskarten passend auf ihre jeweilige Sehenswürdigkeit zeigen und außerdem auch noch Stadtbaukarten erfüllt sind. Klingt nach viel? Sagen wir mal: Einfach ist es nicht, zumindest, wenn die richtigen Karten nicht auftauchen wollen.

Sehenswürdigkeiten warten auf Einsatz

Die Romkarten werden gemischt und in einem Sieben-mal-Sieben-Raster ausgelegt. Die übriggebliebene Romkarte ist die Startkarte. Zehn Sehenswürdigkeiten warten als Aufsteller auf ihren Einsatz. Fehlen noch vier Städtebaukarten, von denen zwei am Rand des Rasters landen, zwei behalten die Spieler mit ihrer grünen Rückseite nach oben.

In jedem Zug nimmt eine Spielerin ihre Handkarte, zu Beginn die Startkarte, und legt sie offen ins Raster. Die Karte, die sie dafür aus dem Raster nimmt, muss noch verdeckt gewesen sein. Die Spielerin gibt sie an den nächsten weiter.

Wegweisende Richtungskarten bei „City Flip Roma“

Für das Legen einer Karte gibt es – wie immer – Regeln: Der Kompass muss in der rechten oberen Ecke sein. Richtungskarten weisen mit Hinweisschildchen den Weg zu einer der Sehenswürdigkeiten. Beide Kartenarten dürfen die Spieler nur so positionieren, dass bereits ausliegende Karten, die sich auf die gleiche Sehenswürdigkeit beziehen, stimmen. Wir wollen die Touristen ja nicht in entgegengesetzte Richtungen zum Kolosseum schicken!

Dabei gilt: Eine Richtungskarte muss am Ende mit Straßen mit der Sehenswürdigkeit verbunden sein. Ein Pfeil gibt auch keine Spalte oder Reihe an, sondern nur, dass die Sehenswürdigkeit links, rechts, ober- oder unterhalb der Richtungskarte liegt.

Siegbedingungen erfüllen

Liegen von einer Sehenswürdigkeit alle vier Hinweisschildchen korrekt aus und erreichen mit Straßen das Touristenziel, darf die Spielerin den Aufsteller platzieren, um so zu signalisieren: mit dem Pantheon müssen wir uns nicht mehr beschäftigt – ist erledigt!

Ist die letzte Karte im Raster ausgetauscht, endet das Spiel. Es ist verloren, wenn nicht alle Siegbedingungen erfüllt sind: Die Spieler gewinnen, wenn alle Sehenswürdigkeiten mit Straßen mit den richtig platzierten Richtungskarten verbunden sind.

Herausforderung in Form von Stadtbaukarten

Dann müssen außerdem auch noch die Stadtbaukarten erfüllt sein. Von denen gibt es zwölf. Je nachdem, wie schwer die Herausforderung sein soll, sind zwei bis sechs davon im Spiel. Sie geben vor, wo Sehenswürdigkeiten und Richtungskarten liegen dürfen – oder auch nicht.

Die grünen Karten, die die Spieler zu Beginn erhalten haben. Ein Spieler darf sie verwenden, um eine Karte im Raster direkt umzudrehen statt mit einer anderen Karte zu tauschen. Dann ist die grüne Karte aber aus dem Spiel und bringt zu Spielende keinen Punkt. Erfüllte Stadtbaukarten werden zu grünen Karten umgedreht und sind genauso verwendbar. Schafft es jemand, alles auf dem Stadtplan richtig abzulegen und dann auch noch sechs Stadtbaukarten ohne Hilfe durch grüne Karten zu erfüllen?

Eher Solobeschäftigung

Eher nicht. Denn das ist schwere, sehr glücksabhängige Puzzlerei. Wie so oft bei kooperativen Puzzlespielen frage ich mich mal wieder, warum ich das mit mehreren Personen spielen sollte. Puzzeln ist und bleibt für mich eher eine Solobeschäftigung, auch wenn es Karten sind.

Für mich ist der Wiederspielwert bei „City Flip Roma“ nicht sonderlich hoch. Ja, man freut sich über die gelungene Auslage, aber will man es nochmal spielen? Da helfen auch die wechselnden Stadtkarten mit ihren unterschiedlichen Anforderungen nichts.

Optisch nicht sehr ansprechend

Bei „City Flip Roma“ liegt das einerseits an der Glückslastigkeit. Ziehe ich die Karten nicht in passender Reihenfolge, wird’s schwer, alle Aufgaben zu erfüllen.

Es liegt andererseits aber auch daran, dass ich es optisch mit den beigefarbenen Karten der Stadt nicht besonders ansprechend finde und dann doch lieber ein kunterbuntes Puzzle auf den Tisch packe, wenn mir nach der Sorte Beschäftigung ist. Trotzdem kann „City Flip Roma“ unterhalten, wenn man die Art Kartenpuzzle mag.

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