Wir haben schon lange keine Blumen mehr gepflanzt, oder? Diesmal tun wir das in „For One – Schwarze Rosen“. In der Solo-Spiele-Reihe von Reiner Knizia sind auch schon „For One – Kniffel“, „For One – Galaktix“, „For One – Number Up“ und „For One – Mensch ärgere dich nicht“ erschienen. Gespielt habe ich die „Schwarzen Rosen“, „Kniffel“ und „Galaktix“ und hatte bislang den meisten Spaß mit den „Schwarzen Rosen“.
Während wir bei „Kniffel“, „Galaktix“ und „Mensch ärgere dich nicht“ würfeln, bei „Number Up“ mit Zahlenplättchen agieren, pflanzen wir bei „For One – Schwarze Rosen“ allerlei Blümchen – manchmal auch mit Bienchen. Wie wir das von der „For One“-Reihe kennen, gibt es vier verschiedene Spielpläne und Komponenten, die nach und nach zum Einsatz kommen. Je ein Spielplan bietet in einem eigenen Kapitel fünf Level mit zusätzlichen Regeln.
Plättchen im Dominoformat mit Blumen
Los geht es mit Spielplan eins, ein sechs mal sechs Felder großes Raster, das von bunten Blumen umgeben ist. Außerdem startet die Solistin mit 21 Plättchen im Dominosteinformat mit je zwei Blumen drauf. Die liegen verdeckt bereit, werden nacheinander gezogen und aufs Raster gepuzzelt.

Die Regeln: Ein Plättchen landet immer angrenzend an eine bereits ausliegende oder eine aufgedruckte Blume auf dem Spielplan, nicht außerhalb des Rasters oder auf bereits liegenden Blumen. Das bedeutet im Normalfall nicht, dass angrenzend an andere Plättchen zu legen ist. Jedes gezogene Plättchen muss die Spielerin auch platzieren.
Linien mit drei gleichen Blumen bilden
Ziel ist es, in einer Reihe oder Spalte eine Linie mit drei identischen Blumen zu bilden, ums Eck gilt nicht als Linie. Normale Blumen bringen einen Zähler, weiße oder rote Rosen zwei, später kommen noch schwarze Rosen ins Spiel, dann sind es sogar drei.
Weitere Blumen in einer gleichen Linie sorgen übrigens leider nicht für weitere Punkte.
Zusatzaufgaben in so manchem Level
Das Challenge-Heft zeigt je Level und Kapitel Punktezahlen an, die für den Rang Gold, Silber oder Bronze zu erreichen ist. Schon ab der zweiten Aufgabe bekommt die Solistin kleine Marker, die jede der sechs Start-Blumenarten einmal zeigen.

Jeder Marker sorgt für zwei Minuspunkte, wenn er am Ende einer Partie nicht umgedreht ist. Los werden kann man sie, indem man eine passende Dreierreihe jeder Blumenart bildet. Im nächsten Level sind dafür sogar Fünfer-Gruppen nötig, Punkte gibt es trotzdem für je drei Blumen in einer Linie.
Level mit Blumen- und Grasmarkern
Level vier kommt mit Zusatzregel: Nur angrenzend an platzierte Plättchen legen, sobald das erste liegt. Im letzten Level des ersten Kapitels kommen grüne Grasmarker an den Rand jeder Reihe und Spalte. Auch sie sind je zwei Minuspunkte wert. Entfernen darf die Spielerin sie, sobald sie in der Zeile oder Spalte eine Dreier-Linie hat wachsen lassen. Blumen- und Grasmarker sind später in jedem Kapitel mit einer Aufgabe zu finden.

Schon sind wir bei Kapitel zwei auf Spielplan zwei, in dem Doppelplättchen mit Bienen zu den 21 Startplättchen gemischt werden. Sie zeigen je eine Blütenart und bringen der Spielerin ein Einzelplättchen mit dieser Blume, das bestens nutzbar ist, um Lücken im Raster zu füllen und punkteträchtige Linien zu schaffen.
Neues Kapitel, neuer Spielplan, neue Herausforderungen
Im sechs mal sieben Raster sind diesmal Felder mit Schmetterlingen zu finden. Ist am Ende einer Partie ein Schmetterling zu sehen, gibt das je Flattertier zwei Zusatzpunkte, allerdings bringen leere Felder einen Minuspunkt. In weiteren Level des Kapitels punkten zusätzlich bestimmte Konstellationen wie Vierergruppen oder identische Blumen neben Schmetterlingsfeldern.

In Kapitel drei von „For One – Schwarze Rosen“ ist der Rasen vom jetzt sieben mal acht Felder großen Raster verschwunden, stattdessen zeigt der Spielplan fruchtbare Erde. Außerdem sind jetzt sechs Plättchen mit je zwei identischen Blumen unter den Doppelplättchen. In den meisten Level des Kapitels gilt, dass die Spielerin immer die noch sichtbaren dunkelsten Felder der Erde mit Blumen belegen muss. Mal wachsen die Blüten aber auch von außen nach innen oder wollen Sechser-Gruppen bilden.
„For One – Schwarze Rosen“: Namengebende Blumen ab Kapitel vier
Die namengebenden schwarzen Rosen kommen im vierten und letzten Kapitel ins Spiel. Auf der Erde des Spielplans ist wieder Rasen gewachsen, diesmal in einem Acht-mal-acht-Raster. Die schwarzen Rosen sind auf Doppelplättchen mit anderen Blumen zu finden. Jetzt sind alle 39 Doppelplättchen im Spiel.
Neu dagegen sind Saatfelder auf dem vierten Spielplan, die Startfelder für die jeweiligen Blumen sind. Allerdings darf die Spielerin nur im ersten Level mehrere Saatfelder ohne Verbindung zu anderen Plättchen belegen. Ab Level 17 müssen die Plättchen zusammenhängend gelegt werden. Dennoch dürfen auf die Saatfelder nur passende Blüten.
Unterhaltsames Solo-Plättchen-Puzzle
„For One – Schwarze Rosen“ ist eine ausgesprochen unterhaltsames Solo-Plättchen-Puzzle. Die Level werden anspruchsvoller, aber nicht unschaffbar. Der Glücksfaktor ist trotz des Ziehens der verdeckten Plättchen wesentlich angenehmer als beispielsweise bei „For One – Kniffel“ oder „For One – Galaktix“.
Das Material ist hübsch illustriert und hochwertig. Es macht Spaß, mit den Plättchen zu spielen, Lücken mit den Einzelblumen zu füllen. Und es ist erstaunlich, wie sehr man sich immer wieder freuen kann, wenn man nach einigen Versuchen doch den Gold-Rang erreicht hat.
































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