„Nekojima“, Japans Katzeninsel, braucht ein neues Stromnetz. Das Problem: Die Insel ist klein mit ihren vier Bezirken und außerdem turnen auch noch kleine schwarze Katzen im Weg rum und verkomplizieren den Ausbau. Aber wir geben unser bestes und errichten ein beeindruckendes Stapelwerk aus Holzstäben und Kabelschnüren in einem kuriosen, unterhaltsamen Bauspiel.
Zunächst einigen sich die Spielenden darauf, ob sie kooperativ oder gegeneinander spielen möchten, wir gehen mal von kooperativ aus, die weiteren Varianten folgen später.
Große Würfel entscheiden Viertelwahl
Auf uns Baumeister wartet in der Tischmitte das Inselbrett, das in vier farbige Viertel unterteilt ist. Daneben liegen ein Leinensäckchen mit Holzwürfeln und einem Ablageplättchen, die Strommasten mit drei Kabelfarben (türkis, pink, weiß), sieben schwarze Katzen und zwei Würfel bereit.

Wer an der Reihe ist, würfelt beide Würfel. Sie zeigen an, in welchen beiden Vierteln die Spielerin gleich zwei mit einem Kabel verbundene Strommasten aufstellen will. Dabei ist auf vier Würfelseiten nur eine Farbe zu sehen, es kann aber auch das Jokerfeld mit vier Farben sein oder ein schwarzes Feld mit einem Pfeil. Dann entscheidet der im Uhrzeigersinn nächste Spieler, welches Viertel es sein soll.
Kleine Würfel legen Kabelfarbe fest
Nun kennen wir den Ort, aber noch nicht die Art des Strommastes. Dafür zieht die Spielerin einen Würfel aus dem Säckchen. Ist es türkis, pink oder weiß sucht sie sich einen Strommast mit der entsprechenden Kabelfarbe aus. Am längsten sind die türkisfarbenen Kabel, mittellang sind die weißen und am kürzesten die pinkfarbenen.
Die Masten selbst sind stabile, runde Holzstäbe in ganz unterschiedlichen Höhen. Die Spielerin sucht sich ein Mastduo aus und platziert es in den beiden mit den Würfeln festgelegten Vierteln.
„Nekojima“-Bauregeln: Achtung, Stromschlag
Wie könnte es anders sein – es gibt Bauregeln: Die Kabel sind tabu, dürfen nicht angefasst werden. Logisch, würde ja auch einen Stromschlag geben.
Außerdem muss man den Mast immer mit dem Kabel am oberen Ende platzieren. Die beiden miteinander verbundenen Masten dürfen nicht aufeinander stehen, auf andere Masten darf man sie aber stapeln. Und das Kabel darf nicht um den Mast gewickelt werden. In vorherigen Runden platzierte Masten bleiben unverrückbar stehen.

Katzen statt Kabelfarbe ziehen
Sind die beiden Mastteile aufgestellt, prüfen alle gemeinsam, ob alles passt. Denn Kabel dürfen nicht auf dem Inselboden liegen oder sich gegenseitig berühren oder über die Insel hinausragen. Letzteres haben wir allerdings des Öfteren vergessen.
Ihr fragt euch, wie die Katzen ins Spiel kommen? Es sind zwischen den Holzwürfelchen in Farben der Kabel auch schwarze Würfel im Holzsäckchen. Wer eins zieht, legt es beiseite und zieht weiter, solange bis er eine Kabelfarbe zieht. Dann stellt er erst den entsprechenden Mast auf.
Pro Kabel nur eine Katze bei „Nekojima“
Spielen wir kooperativ, hängt er selbst für jeden schwarzen Würfel eine Katze an ein eigenes Kabel der Farbe des gerade aufgestellten Masts. Spielen wir gegeneinander gibt er die Katze an einen Mitspieler weiter und er muss sie an ein Kabel bringen, wobei an jedem Kabel nur eine Katze hängen darf. Und auch Katzen dürfen nicht den Boden oder ein anderes Kabel berühren.
Ist schließlich all das eingehalten, dürfen schwarze und der farbige Würfel in die Ablage gesetzt werden. Diese zeigt im kooperativen Spiel an, wie viele Level die Spielenden gemeinsam gemeistert habe. Je vier Würfel sind ein erfolgreich absolviertes Level.
Viele Vorschläge für Varianten
Das Spiel endet, wenn Masten umfallen oder das ganze Bauwerk einstürzt – und ja, das kann das Einhängen einer kleinen Katze verursachen. Im kompetitiven Spiel verliert, wer das Gebilde einreißt, alle anderen gewinnen. „Nekojima“ kann auch als Solo-Baupuzzle gespielt werden, ebenfalls mit einem möglichst hohen Level als Ziel.

Das knuffige Spielchen kommt nun aber auch noch mit mehreren Varianten daher, die es definitiv nicht einfacher machen und jeweils gegen- oder miteinander spielbar sind. Im „Stadtdschungel“ dürfen maximal zwei Masten aufeinander gestapelt werden, danach landet ein Vogelnestplättchen obendrauf.

Teamarbeit oder verschärfte Regeln
Im Gegensatz dazu stehen bei „Hochhäuser“ maximal zwei Masten in einem Bezirk, alle anderen müssen aufeinander gebaut werden. In der Team-Variante spielen Duos. Beide Spieler dürfen nur einen der beiden Masten anfassen und platzieren, da ist im Wortsinne Teamarbeit gefragt.
Schließlich sind im Experten-Modus die Regeln verschärft. Während die Einhaltung der Bauregeln normalerweise nur am Ende des Zugs geprüft wird, darf hier zu keiner Zeit ein Kabel einen Mast, ein anderes Kabel oder eine bereits hängende Katze berühren. Auch eine Katze darf ausschließlich an ihrem Kabel hängen. Das erfordert Präzision. Ein Fehler lässt die Gruppe verlieren oder im kompetitiven Modus den Verursacher ausscheiden.

Unterhaltsames Baugetüftel
„Nekojima“ ist ein Blickfang auf dem Tisch und ein ausgesprochen unterhaltsames Baugetüftel, bei dem auch schon jüngere Mitspieler ihre Freude haben. Das Material ist prima und stabil und verträgt auch viele, viele Einstürze. Bauen wir’s halt wieder auf!


















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