Blöder Hund: Lustige Dackel mit Trumpf

Ein schielender Dackel mit Marienkäfer auf der Nase ist schon ein Blickfang auf einer Spielschachtel, die den Titel „Blöder Hund“ trägt. Darin steckt eine Abwandlung vom Stichspielklassiker „Durak“, den der Kurzweiler Spieleverlag aus München entwickelt hat. Der wiederum dürfte dem einen oder anderen schon mit „Baron von Zom’s Dice of the Undead“ aufgefallen sein. Auch so ein Eyecatcher. Aktuell ist die Kickstarter-Kampagne von „Blöder Hund“ angekündigt.

  • Autor: Andreas Traxler
  • Illustration:
  • Spielerzahl: zwei bis vier
  • Alter: ab zehn Jahren
  • Dauer: 15 bis 20 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Kurzweiler Spielverlag

Achtung – schlechter Stichspiel-Wortwitz: Bei „Blöder Hund“ ist Angriff und Verteidigung Trumpf. Bitte was? Ernsthaft und von vorne. Zu Beginn hebt ein Spieler ab, die aufgedeckte Karte zeigt die Trumpffarbe. Das wird mit Kronenkarten festgehalten – was bei den vier Karten oben liegt, ist Trumpf. So ist das für jeden direkt ersichtlich.

Dackel mit Fliegerbrille, Bierkrug, Teddybär oder Zylinder

Jeder Spieler erhält sieben Karten. Es gibt vier Farben (lila, rosa, gelb und blau), die Werte gehen von eins bis zwölf. Und können wir an der Stelle bitte kurz über die unfassbar goldigen Dackel-Illustrationen reden?

Da sind Piloten-Dackel mit Fliegerbrille und wehenden Ohren, Mönchs-Dackel mit Bierkrug, Welpen mit Teddybär und Püppchen, oder Dackel mit Zylinder, Bischofsmütze oder Krone. Egal wie: Sie sind unfassbar knuffig.

„Blöder Hund“: Angriff auf linken Nachbarn

Zurück zum Spiel. Der Spieler links vom Geber beginnt als Angreifer. Ziel einer jeden Attacke ist jeweils der linke Nachbar. Für einen Angriff gibt es erst mal drei Möglichkeiten: Eine einzelne Karte, Karten gleicher Zahl, logischerweise mindestens zwei, oder aufeinander folgende Werte in gleicher Farbe, das müssen mindestens drei Karten sein.

Wie bei „Durak“ gilt auch bei „Blöder Hund“: Der Verteidiger muss jede einzelne Karte abwehren. Das geht mit einer Karte mit gleicher Farbe und höherem Wert oder mit einer Trumpfkarte, dann ist der Zahlwert egal.

In Attacke einmischen

War die Verteidigung erfolgreich, kann der Angreifer nachlegen, aber nur von Karten, deren Wert schon auf dem Tisch liegen. Das können Karten von beiden am „Kampf“ beteiligten Spielern sein.

Bei drei bis vier Spielern kann sich noch einer in den „Kampf“ einmischen, nämlich der links vom Verteidiger. Er kann den Angreifer unterstützen, sobald der Verteidiger die erste Karte ausgespielt hat. Grundsätzlich gilt: Der Angriff darf mit maximal sechs Karten oder mit so vielen erfolgen, wie der Verteidiger auf der Hand hat.

Joker-Dackel und Welpen

Pep ins Spiel bringen drei Sonderkarten: Die Eins ist jeweils ein Joker-Dackel im Narrenkostüm. Ein Angreifer kann einen Joker vor seiner Attacke nutzen und sich eine neue Trumpffarbe wünschen, die dann wieder mit den Kronenkarten festgehalten wird. Der Joker ist aus dem Spiel, der Angreifer zieht eine Karte nach und spielt seinen Angriff. Eine neue Trumpffarbe gibt es aber nur bis der Nachziehstapel leer ist. Dann ist die Eins eine ganz normale Karte.

Die Zweier und Dreier sind die Welpen mit der Besonderheit, dass sie zweifarbig sind. Das macht sie besonders wertvoll, weil sie als Trumpf gelten, wenn eine der beiden Farben Trumpf ist.

Abgewehrt oder nicht?

Die Attacke kann auf zwei Arten enden. Der Verteidiger hat alles abgewehrt und wird jetzt fröhlich selbst zum Angreifer und hat es wiederum auf seinen linken Nachbarn abgesehen.

Weit unerfreulicher ist es, wenn der Verteidiger nicht alles abwehren konnte, dann bekommt er nämlich alle gerade gespielten Karten auf die Hand und darf nicht angreifen. Das Vergnügen steht seinem linken Nachbarn zu.

Kurze Spielzeit von „Blöder Hund“

In beiden Fällen ziehen alle, die weniger als sieben Karten auf der Hand haben wieder aufs Limit auf und die nächste Runde beginnt. Das geht so weiter, bis der Nachziehstapel geleert ist.

Danach wird so lange gespielt, bis nur noch einer Karten auf der Hand ist, der dann liebevoll zum namengebenden „Blöden Hund“ erklärt wird. Ist aber nicht schlimm, bei der kurzen Spielzeit lässt sich direkt eine Revanche anhängen.

Kickstarter-Kampagne startet in Kürze

„Blöder Hund“ geht auch zu zweit, dann fehlte uns aber das Element des unterstützenden Angreifers, das für uns einen Teil des Reizes des Spiels ausmacht. Wie wir alle wissen, sind Stichspiele nicht gerade meine Favoriten, trotzdem bin ich bei einer Partie „Blöder Hund“ wieder dabei. Es ist schnell, es ist flott erklärt und – ich sag’s nochmal: die Dackel! Wenn ihr Stichspiele mögt, außerdem knuffige Dackel lustig findet, dann macht einen Online-Stopp bei der Kickstarter-Kampagne für „Blöder Hund“. Sie startet in Kürze!

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