Habt ihr auch diese alles-wissenden Mitspieler am Tisch sitzen, mit denen kein Quiz Spaß macht, außer, wir wollen beim „Kneipen-Quiz“ gegen die Bierflaschen gewinnen? Dann ist „Otto Normalo“ genau das richtige Spiel für euch. Da siegt nämlich nicht, wer das meiste weiß, sondern wer am ehesten die durchschnittlichsten Antworten gegeben hat.

Wir alle haben schon tausendfach vom „Otto Normalverbraucher“ gehört, an den der titelgebende „Otto Normalo“ offenkundig angelehnt ist, im Englischen ist es der „Average Joe“. In diesem Spiel wollen wir ihm gerecht werden und auf keinen Fall die beste oder die schlechteste Antwort geben.

Fragen mit Unterhaltungswert bei „Otto Normalo“
Was wirr klingt, erklärt sich simpel dadurch, dass die knapp 100 Karten mit je fünf Fragen nur Antworten von eins bis 99 haben. Wer also an der Reihe ist, zieht zuerst eine Zahlenkarte, die zufällig festlegt, welche der fünf Fragen der dann zu ziehenden Fragenkarte vorgelesen wird.

Sagen wir es mal vorsichtig: Das Themenspektrum der Fragenkarten ist bemerkenswert. Das reicht von Natur, Wissenschaft oder Geschichte, aber auch Sport und Kultur sind gefragt – durchaus mit einigem Unterhaltungswert, weil’s oft ganz wunderbar quergedacht ist.
Prima Kategorien-Mischung
Das kann ganz biologisch-real sein wie. „Wie viele Tage kann ein Kamel ohne Nahrung überleben?“ Wir hätten aber auch: „Wie groß ist Yoda in cm?“ Die Welt von „Star Wars“ kommt noch öfter vor, genau wie Fragen aus Kategorien wie Computerspiele, Promis oder Literatur. Die Mischung ist prima und wird nicht langweilig.

Jeder schreibt verdeckt seine Antwortzahl auf. Danach zeigen alle ihre Antwort. Die Spielerin, die am nächsten an der Lösung ist, ist raus, gleiches gilt für den, der am weitesten weg ist.
Wer ist „Otto Normalo“?
Ein Beispiel: Bei der Frage „Wie viele Minuten Spielzeit dauert ein Rugby-Union-Spiel“ haben vier Spieler folgende Antworten gegeben: 70, 88, 100 und 120. Die Antwort ist 80. Eine Antwort zu nah, eine zu weit weg – bleiben die 70 und die 100. Das sind die Otto Normalos dieser Runde.

Jeder Otto Normalo hat nun zwei Aktionen. Er darf einer beliebigen Person ein Wertungsplättchen aus dem allgemeinen Vorrat geben. Oder er darf ein Wertungsplättchen von einer Person zur anderen schieben. In beiden Fällen gilt: Auch er selbst darf die wie auch immer betroffene Person sein und er darf diese beiden Aktionen beliebig kombinieren.

Gesucht ist „Meister der Mittelmäßigkeit“
Ziel ist es, ihr ahnt es schon, nach zehn Runden weder die meisten, noch die wenigsten Wertungsplättchen zu haben und den Spieletisch als „Meister der Mittelmäßigkeit“ zu verlassen. Gibt es am Ende einen Gleichstand, spielen die Beteiligten eine Champion-Karte, bei der die Antwort kein Limit mehr hat.

Schon mal drüber nachgedacht, wie viele Seidenraupenkokons man für eine Seidenkrawatte braucht? Nein? Dann wär‘ jetzt ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen.
Je besser, je mehr Leute am Tisch
„Otto Normalo“ funktioniert zwar zu dritt, wird aber lustiger, je mehr Menschen am Tisch sitzen. Wer Pech beim ahnungslosen Raten hat, kassiert sonst plötzlich sehr schnell sehr viele Wertungsplättchen und weiß so schon, dass er das in den nächsten drei Runden bis Spielende nicht mehr aufholen kann.
Da die Wahrscheinlichkeit mit zunehmender Anzahl der Spieler aber sinkt, sollen gern mehr Leute mitspielen.
Partyspiel mit ungewöhnlicher Spielidee
Dann ist „Otto Normalo“ ein Partyspiel mit ungewöhnlicher Spielidee, bei der es zwar hilft, die Antwort zu kennen. Trotzdem muss man aber immer noch erst mal die Antworten der Mitspielenden einschätzen, damit man nicht doch zu nah an der korrekten Zahl ist.

Das gibt einem Quiz einen neuen Dreh, bei dem sich der Wiederspielwert eine ganze Weile halten dürfte, da mit fast 500 Fragen doch einiges zu raten ist, was man sich bis zum nächsten Mal kaum merken kann. Wobei sich doch die eine oder andere Zahl direkt ins Gedächtnis hängen dürfte, weil sie überraschend war.



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