Kaaaaawuuuuuummmmm! Wir sind mit leerem Tank schon wieder halb-dreiviertels abgestürzt. Mit unserer Rakete auf einem fremden Planeten. Ernsthaft, Leute, wenn das mit uns und fliegenden Dingen jedesmal so endet, sollten wir vielleicht mal über zu Fuß gehen nachdenken! Aber vorrangig haben wir andere Probleme. Denn in „Forbidden Jungle“, Teil vier der wunderbaren Forbidden-Reihe des noch wunderbareren Matt Leacock wollen uns Aliens ans Leder. Kooperativ müssen wir uns mal wieder gemeinsam retten.

Nachdem wir mit der nach und nach entstehenden Plattform bei „Forbidden Sky“ genug zu tun hatten, hat der gute Matt uns diesmal wieder einen Aufbau vorgegeben und erinnert dabei zurück an die Raute, mit der bei „Forbidden Island“ alles angefangen hat, diesmal allerdings mit sieben Reihen und einem freien Feld in der Mitte. Und wie auf der Insel gibt es auch bei „Forbidden Jungle“ alternative Aufbauten mit sogenannten Raumhafenkarten.
Egal, wie: Verdeckt liegt der Dschungel aus, er ist so dicht, dass die Abenteurer sich nicht einfach umschauen können, da ist Erkundung nötig! Das übernehmen wieder die bereits liebgewonnenen Charaktere.
Rakete ist im „Forbidden Jungle“ gelandet
Am unteren Ende der Raute ist unsere Rakete gelandet, von dort startet die Truppe ins Dschungelabenteuer. In selbigem tummeln sich Aliens in drei Entwicklungsstadien: Eier, Larven und ausgewachsene, riesengroße Spinnenviehcher, die auch noch überall ihre lästigen Netze verteilen. All das – also Eier, Larven, große Aliens und Netze – gilt als Alienmaterial.
Die altbekannte, hochkant stehende Skala des Schreckens der Forbidden-Serie heißt diesmal Gefahrenleiste und erneut zeigt sie neben der ausgewählten Schwierigkeit noch an, wie groß unsere extraterrestrischen Probleme schon sind – also wie viele Gefahrenkarten wir nach jedem Zug aufdecken müssen.

Wie so oft: Vier Aktionen pro Zug
Beim bewährten Alten bleibt es, dass jede Spielerin pro Zug vier Aktionen hat. Auch die obligatorische Bewegungsaktion ist uns erhalten geblieben – ein Feld senkrecht oder waagerecht, nicht diagonal. Diesmal können die Helden aber nicht über Alienspinnennetze oder freie Felder laufen, auf denen kein Plättchen liegt.
Eine richtig wichtige Aktion ist das Entfernen. Denn da gibt’s im Dschungel einiges zu tun. Für eine Aktion kommt ein Netz, ein Ei, eine Larve oder ein Alien weg. In Sachen Erkunden sind wir mal wieder unterwegs, diesmal um Dschungelplättchen umzudrehen. Dafür muss ein Abenteurer drauf stehen und es darf sich nichts Alienartiges drauf befinden.

Neu im „Forbidden“-Universum: Maschinen
Neu im Reigen der quadratischen Forbidden-Plättchen: Maschinen! Die können beim Erkunden neben bekannten und neuen Ausrüstungsgegenständen auftauchen mit jeweiligen Effekten. Mit der Schiebevorrichtung wandert ein beliebiges Plättchen in gerader Linie beliebig viele freie Felder in beliebiger Richtung. Waren Netze auf dem Plättchen, sind sie zerstört.
Der Zerstörer lässt ein Stück Dschungel explodieren – mitsamt allem an Alienmaterial. Das sollten wir aber nur mit Plättchen machen, die wir sicher nicht mehr brauchen, logischerweise. Der Hypnosestrahl dagegen erlaubt es einem Spieler, alle Larven und Aliens von einem Plättchen auf ein angrenzendes zu versetzen. Eier bleiben allerdings, wo sie sind.

Kristalle und Portale als Fluchtweg aus „Forbidden Jungle“
Möglichkeit vier: Ein Portal. Vier davon sind im Spiel und Ziel der Gruppe ist es, vier pinkfarben leuchtende Kristalle an die vier Seiten eines Portals zu bekommen, denn das ist diesmal unser Weg raus. Ha! Wir fliegen also gar nicht!
Allerdings ist das mit den Kristallen auch gar nicht so einfach. Verdeckt unter sechs pink markierten Dschungelplättchen warten vier intakte und zwei kaputte Kristalle. Heißt: Es gibt genau vier, die die Spieler um eines der Portale versammeln müssen und ständig sind Aliens im Weg.
Angriff der Aliens
Schon haben wir vier Aktionen durch und ziehen, ihr ahnt es, Gefahrenkarten. Dank ihnen tauchen auf Nestern Eier, auf Tunneln Larven und auf Portalen Alienfiguren auf. Oder Aliens spinnen Netze zwischen zwei Plättchen.
Im schlimmsten Fall greifen die Larven und ausgewachsenen Aliens Abenteurer an. Eine Karte bringt ein Plättchen zum Einsturz. Zu guter Letzt kann, wie immer, der Zeiger nach oben wandern, weil die Gefahr im Dschungel steigt – so müssen nach und nach immer mehr Karten gezogen werden.
Viele Anforderungen für Rettung
Eine Partie „Forbidden Jungle“ verlieren geht auf vielen Wegen: Es müsste Ei, Larve, Alien oder Netz erscheinen, aber der Vorrat ist leer – die Aliens haben uns überrannt. Der Gefahrenanzeiger erreicht den Totenkopf auf der Skala. Ein Abenteurer stirbt, was auch passiert, wenn er sich nicht regelkonform vor einem Einsturz retten kann. Oder ein Kristall oder alle vier Portale sind zerstört.

Haben die Spielerinnen ein Portal mit Kristallen umgeben, von allem Alienmaterial befreit und alle Figuren dort versammelt, sind die Heldinnen gerettet – wir haben nur keine Ahnung, wo sie diesmal landen. Ob Matt Leacock da schon eine Idee hat?
Toller Teil der Reihe, hoffentlich nicht der letzte
„Forbidden Jungle“ steht den anderen Teilen der „Forbidden“-Reihe in nichts nach. Kooperativ, tüftelig, kommunikativ, beste Spieleunterhaltung. Mal ganz davon abgesehen, dass die Illustration von C.B. Canga, für alle vier Teile zuständig, wieder toll geworden ist. Auch die verschiedenen Alien-Figuren sind hübsch gestaltet. Wie schon bei „Forbidden Sky“ bedauere ich ein wenig, dass keine gestalteten Abenteurer-Figuren, sondern normale Pöppel enthalten sind. Ob sich das vielleicht im hoffentlich geplanten nächsten Teil wieder beheben lässt? Das wär toll!
Aus der Reihe
In der „Forbidden“-Reihe sind (Stand Februar 2026) „Forbidden Island“ (Deutsch: „Die verbotene Insel“), „Forbidden Desert“ (Deutsch: „Die vergessene Stadt“), „Forbidden Sky“ und „Forbidden Jungle“ erschienen.



























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