Mal wieder ein Spiel zu einem Film: „Flow“, preisgekrönter Animationsfilm, kommt auf den Spieltisch. Es ist gleichermaßen Echtzeitstress wie Plättchen-Puzzle mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, das nicht nur Fans des Films unterhalten kann. Allerdings könnte es Vielspieler mit üppiger Plättchen-Puzzle-Erfahrung zumindest auf dem Einsteigerlevel unterfordern. Dafür hat „Flow“ dann aber Szenarien im Gepäck.

  • Autor: Dmitrijus Babičius, Tadas Kastanauskas, Justina Lapinskienė & Marijus Labinskas
  • Illustration: Gints Zilbalodis & Reinis Pētersons
  • Spielerzahl: eins bis echs
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: wer zuletzt den Film „Flow“ gesehen hat
  • Verlag: Brain Games

Im Film in postapokalyptischem Setting mit stetig steigendem und am Ende plötzlich rapide fallendem Wasserpegel versucht eine Gruppe von Tieren, die Fluten zu überleben. Sie sprechen nicht, agieren nur über typische Tierlaute, haben deshalb auch keine Namen.

Helden aus „Flow“ suchen ihren Weg

Im Spiel treffen wir die dunkelgraue Katze, den hellen Labrador, das Wasserschwein, und den Lemur aus dem Film. Sie sind an den Ecken des Spielplans platziert, den ein Raster und in der Spielmitte ein Segelbootplättchen zieren, später kommen via Karten aus dem Film auch noch Wal und Sekretärvogel dazu.

42 Wegeplättchen liegen verdeckt um den Spielplan aus, dazu Vogelmarker und Wellenwürfel. Je nach Anzahl der Spieler gibt es Aktionskarten, schon geht die wilde Wasserfahrt los.

Timer läuft immer eine Minute

Zum Rundenbeginn startet ein einminütiger Timer. Reihum ziehen die Spielenden entweder ein Wegeplättchen oder nutzen eine Aktionskarte. Ziel ist es, allen vier Tieren mit den Plättchen durchgängige Wege zum Boot in der Spielplanmitte zu bauen.

Wie könnte es anders sein: Es gibt Regeln für die Wegelegerei. Ein Plättchen muss angrenzend an ein Tierfeld oder ein bereits ausliegendes Plättchen andocken. Der Weg muss durchgehend von einem der Tiere zu dem neuen Plättchen führen. Ein Weg muss an einen Weg, Wasser ohne Weg an Wasser ohne Weg angrenzen. Wie sich diese Wasserwege in die Filmgeschichte einfügen, ist mir nicht ganz klar.

Gewürfelte Flut in „Flow“

Auf jeden Fall haben wir es eilig mit deren Platzierung, denn ist eine Minute vorbei, wird das Spiel unterbrochen. Wer an der Reihe ist, würfelt die beiden Wellenwürfel. Alle Plättchen der angezeigten Spalte und Reihe fliegen vom Spielplan. So ist das nun mal mit unberechenbaren Fluten.

Nun startet der Timer erneut und weiter geht das Plättchenpuzzle. Ein Spieler kann entscheiden, ein gezogenes Wegeplättchen abzuwerfen und dafür eine Aktionskarte zu ziehen. Denn die sind hilfreich und haben Film-Kontext.

Wal und Sekretär als Unterstützung

Der Wal unterstützt die Spielenden, im Film rettet er die Katze. Der Vogel schützt ein Plättchen einmalig vor der Riesenwelle. Strömung lässt ein Plättchen an eine andere Stelle auf dem Plan wandern – unter Beachtung der oben genannten Regeln.

Geht ein Spieler fischen, darf er zwei Plättchen aufdecken, die später statt eines verdeckt gezogenen Teils nutzbar sind. Zurück holt ein abgeworfenes Plättchen auf den Spielplan, Ruhige See klaut der Riesenwelle einen der beiden Würfel.

Schön illustriertes Spiel

Die Partie endet, sobald alle vier Tiere mit durchgängigen Wegen mit dem Boot verbunden sind. Dann haben wir Katze, Labrador, Sekretärvogel und Wasserschwein gerettet. Haben wir dagegen keine Plättchen mehr zum Ziehen und können uns auch nicht mehr mit Aktionskarten retten, verlieren wir „Flow“.

Es ist ein vom Macher des Films schön illustriertes Spiel, das bestens an Echtzeit-Stress heranführen kann. Wie gesagt: Für erfahrene Spieler ist die Basisvariante recht einfach. Darum können sechs weitere Schwierigkeitsstufen mit bis zu sechs der elf vorhandenen Szenariokarten ins Spiel genommen werden.

Herausforderungen erschweren den Sieg

Auf verschiedene Arten bringen sie Wege blockierende Hindernisse auf den Spielplan, verbieten Kommunikation, schränken Aktionskarten ein und lassen das Startplättchen statt vier Pfaden nur noch einen Weg zeigen.

Na, schafft ihr es trotzdem in einer flott gespielten Partie „Flow“ die Tiere zu retten? Probiert es aus. Und holt euch dabei nur keine nassen Füße!

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