Crack List: Wortspiel mit Karten

Bekanntermaßen bin ich als sprachaffiner Mensch großer Fan von Spielen mit Begriffen, Kategorien und Wörtern. Da kommt „Crack List“ gerade recht. In Stadt-Land-Fluss-Manier suchen wir Begriffe zu Buchstaben und Kategorien. Nur eben mit Karten und dadurch ein bisschen anders und mit Aktionskarten an „Uno“ (oder seine Artverwandten wie „Uno – Show ’em no Mercy“) erinnert.

  • Autor: Piere Faucon
  • Illustration: Charlotte Faucon
  • Spielerzahl: zwei bis acht
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Dauer: 20 bis 40 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Yaqua Studio

Bauen wir mal auf: Jeder Spieler erhält acht Karten vom blauen Stapel, der aus Buchstaben- und Aktionskarten besteht. Der Rest wird zum Nachziehstapel. Auch der rote Stapel liegt bereit und sorgt für die Kategorien in „Crack List“.

Kategorien in drei Schwierigkeiten

Der Jüngste am Tisch beginnt und deckt eine Kategoriekarte auf. Er darf auch die Schwierigkeit – einfach, Mitte, Experte – wählen. Reihum hat jede Spielerin 20 Sekunden Zeit, um eine Antwort auf die Kategorie zu geben. Der genannte Begriff muss mit einem der Buchstaben beginnen, die die Spielerin auf der Hand hat.

Falsche Antwort, bereits genannter Begriff oder gar keine Idee? Das lässt den Spieler eine zusätzliche Karte vom Nachziehstapel auf die Hand nehmen. Artikel vor Begriffen sind erlaubt. „Die Unfassbaren“ würde dann für D und für U gelten.

Aktionskarten für besonderen Dreh bei „Crack List“

Was den Kick bei „Crack List“ bringt, sind Aktionskarten. Die „Crack List“-Karte lässt den Spieler eine neue Kategorie wählen, danach ist aber der nächste an der Reihe und die Karte darf nicht als letztes abgelegt werden.

Andere Aktionskarten bringen das bereits erwähnte „Uno“ ins Spielergedächtnis: Sie lassen den nächsten Spieler aussetzen, die Spielrichtung ändert sich oder eine Spielerin tauscht alle oder eine Karte ihrer Wahl mit denen eines Mitspielers.

Mitspieler Karten ziehen lassen

Natürlich hat’s auch Strafkarten im Angebot. Schwierigere Buchstaben lassen einen beliebigen Mitspieler ein bis drei Karten ziehen. Wie viele es sind, hängt davon ab, wie schwer es ist, mit dem Buchstaben einen richtigen Begriff zu finden.

F, L, N und U sind eine, C, I, O und Z zwei und J, Q, X und Y drei Strafkarten wert. Die zu ziehenden Strafkarten können auch durch den Joker ausgelöst werden. Mit dieser Karte ist eine Antwort mit beliebigem Anfangsbuchstaben erlaubt, ist es aber – gut erkenntlich auf der Karte – einer der genannten Buchstaben, zieht wieder jemand Karten.

Unterhaltsame Kategorien

Eine Runde „Crack List“ endet, wenn eine Spielerin alle Karten abgelegt hat. Wer nach drei Runden die meisten Runden für sich entschieden hat, gewinnt die Partie. Wobei das natürlich komplett flexibel handhabbar ist. Mehr oder weniger geht immer.

„Crack List“ ist klein und damit perfekt für unterwegs. Die Kategorien reichen von Frisuren über Vogelarten, „Das erinnert mich an Silvester“ oder Tänze bis hin zu „Pizza-Namen, die es gibt (oder auch nicht)“ und Klassische Komponisten.

„Crack List“-Partyapp nicht unbedingt verfügbar

Weitere Kategorien gibt es in der „Crack List“-Partyapp, die in den gängigen Playstores zum Download bereitsteht, die allerdings zumindest für meine derzeitige Android-Version 16 nicht funktioniert.

Da aber in der Schachtel schon 80 Karten mit 240 Kategorien stecken, gibt’s genug zu tun mit der fröhlichen Begriffesucherei. Hat Spaß gemacht, kommt gern wieder auf den Tisch.

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