Affenbrotbäume, auch Baobab genannt, können bis zur 30 Meter hoch werden und bieten mit ihren ausladenden, oft bizarr gewachsenen Kronen diversen Tieren ein Zuhause. Darauf basiert das ausgesprochen lustige Kartenspiel „Baobab“, bei dem die Spielenden mit Geschick, Fingerspitzengefühl und Glück versuchen, ihre Karten auf dem Baum loszuwerden. Erschienen ist es 2012.

Ja, richtig gelesen, auf dem Baum. Denn der namengebende „Baobab“ steht mit Stamm und vorgefertigter, runder Baumkrone in der Tischmitte. Die 110 Spielkarten sind unter die Spielenden aufgeteilt. Fertig ist die Vorbereitung.
Pro Zug maximal drei Karten auf dem „Baobab“ platzieren
Wer an der Reihe ist, zieht drei Karten vom eigenen Stapel. Danach darf er ein, zwei oder drei Handkarten in beliebiger Reihenfolge auf dem „Baobab“ platzieren. Je nachdem, was eine Karte zeigt, gibt es dafür höchst unterhaltsame Regeln. Ausnahme: die Karten, die nur Äste und Blätter zeigen. Die dürfen einfach irgendwie auf den Baum. Mit dem Rest wird’s allerdings lustig bis kompliziert.
Blüten wachsen nur an der Außenseite des Baums, mindestens eine Ecke muss aus der Krone des „Baobab“ ragen.
Schwingende Affen und schlängelnde Schlangen
Gleich zwei Ecken sind es bei den Affen, denn die schwingen gern von Ast zu Ast und dafür ist am Rand der Krone eben mehr Platz.

Was machen wohl Schlangen? Richtig! Sie schlängeln sich in der Gegend und zwischen anderen Tieren rum. Ein Spieler muss die Schlange zwischen zwei bereits auf dem Baum liegende Karten schieben, wobei – wie bei der Blüte – eine Ecke über die Krone ragen muss.
Schwierige fliegende Frisbee-Tukane
Tukane fliegen. Und das ist unerfreulich für die Spielenden, denn das bedeutet, dass die Karte wie eine Frisbee auf die Baumkrone zu werfen ist. Glaubt mir, das ist gar nicht so einfach und endet gerne damit, dass der verflixte Vogel neben dem Baum landet.

Beweis gefällig? Bitte schön:
Fledermäuse – das wissen wir alle – flattern im Dunkeln rum. Darum muss die Spielerin die Karte mit geschlossenen Augen aus Brusthöhe auf den Baum fallen lassen – und hoffen, dass sie die Krone trifft. Der Leopard will auf den Baum hüpfen und fällt deshalb aus etwa zehn Zentimeter Höhe auf die Krone.
Bienen brauchen Blüten oder Äste
Bienen sind übrigens gar nicht nett. Genauer gesagt: Sie stechen. Die Biene selbst darf beliebig auf den Baum gelangen.
Allerdings darf danach nur eine Karte mit Blüte oder Ast auf die Biene.
Chamäleon kopiert andere Tiere bei „Baobab“
Und zu guter Letzt hätten wir noch das Chamäleon, das die zuvor gespielte Karte kopiert.

Das so simple wie gar nicht so einfach zu erreichende Ziel des Spiels: Werd’ deine Karten alle los. Sobald Karten herunterfallen, muss ein Spieler sie vor sich sammeln.
Lustiges Spiel für groß und klein
Legt eine Spielerin die letzte Karte auf den Baum, folgt die Schlusswertung. Jeder zählt seine gesammelten Karten, hinzu kommen die übrigen Handkarten. All das sind Minuspunkte. Wer die wenigsten hat gewinnt.
„Baobab“ ist ein knuffig illustriertes, lustiges Spiel, bei dem Kinder wie Erwachsene ihren Spaß haben – fröhliches Gegiggel inklusive, wenn der Vogel des anderen wieder über die Krone geflutscht ist. Gerne mehr Baumkronen-Spaß in luftigen „Baobab“-Höhen.
Weiterlesen?
Wer sich spielerisch noch mehr mit blättrigem Laubwerk befassen will, kann hier weiterlesen: „Baumkronen“ ist ein Zwei-Spieler-Spiel, „Waldland“ die Mehrspielerversion davon. Und bei beiden geht’s um Wald, Wachstum und allerlei Tiere.












Schreibe einen Kommentar