Letterhunt: Wort-Jägermeister gesucht

„Letter Hunt“ ist das perfekte Spiel, wenn im Lieblingspub grade kein Pubquiz ist, die illustre Runde aber doch ein bisschen Action am Tisch haben will. Zugegeben, wir können es natürlich auch daheim am Spieltisch angehen. Wie auch immer: Es ist eine ausgesprochen unterhaltsame Buchstabenjagd – wie der Name schon sagt. Und um zurück ins Pub zu kommen: Wir spielen sozusagen mit Bierdeckeln, oder zumindest mit Karten in Bierdeckelform.

  • Autor: Kim Vandenbroucke
  • Illustration: Oliver Ragnère
  • Spielerzahl: zwei bis acht
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 20 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: wer den kürzesten Vornamen hat
  • Verlag: Piatnik

Auf der Rückseite finden die Wortsucher je zwei Kategorien, auf der Vorderseite neun Buchstaben. Die Bierdeckelkarten werden gemischt und als Stapel bereit gelegt, mit den Kategorien nach oben.

Karte ziehen, Kategorie aussuchen, Karte umdrehen

Eine Runde läuft immer gleich ab: Ein Spieler nimmt sich die oberste Kabel vom Stapel. Von der nun oben liegenden Karte sucht er sich eine Kategorie aus und liest sie laut vor.

Dann dreht er die Karte in seiner Hand auf die Buchstabenseite und legt sie neben den Kartenstapel.

Sitzposition entscheidet über Buchstaben

Wichtig ist jetzt die Sitzposition der Spielenden. Jeder muss gerade auf eine Seite des Kartenstapels schauen. Um es geographisch zu sagen: Wir sitzen also im Norden, Süden, Osten oder Westen des Kartenstapels. Nord-Nord-Ost ist keine gültige Sitzposition bei „Letter Hunt“.

Warum das so wichtig ist? Weil die neun Buchstaben in unterschiedlicher Ausrichtung auf dem Bierdeckel stehen. Also aufrecht, auf der Seite liegend oder auf dem Kopf. Nebenbei bemerkt: Sie sind auch noch groß und klein geschrieben und in unterschiedlichen Schriftarten. Nicht, dass es die Augen der Buchstabenjäger zu einfach haben.

Buchstabensuche mit Dreh

Aber immerhin: Die fieseren Buchstaben sind raus aus der Sucherei. Das C fehlt ebenso wie J, O, Q und der Rest des Alphabets ab dem V. Hätte wer das X und ein anderer das N – es wäre doch eine tendenziell recht ungleiche Schwierigkeitsverteilung.

So haben alle Spieler gleichzeitig den gleich schweren und gleich stressigen Auftrag: Finde den Buchstaben, der aus deiner Sicht richtig orientiert ist und nur einmal auf der Karte vorkommt. Das ist für jede der vier Seiten des Bierdeckels genau ein Buchstabe, aber natürlich für jede Seite ein anderer.

Wilde Wortjagd bei „Letter Hunt“

Mit diesem so erfolgreich gejagten Buchstaben muss das Wort anfangen, das zur gesuchten Kategorie passt. Wer die Aufgabe zuerst meistert, darf die Karte nehmen und die nächste Kategorie wählen. Weiter geht die wilde Wortjagd.

Nennt jemand einen falschen Begriff – also nicht zum richtigen Buchstaben oder unpassend zur Kategorie, muss er zur Strafe eine bereits gesammelte Karte abgeben. Also ein bisschen Vorsicht ist auch gefragt.

Sieger mit den meisten Karten

Wer am Ende die meisten Karten gesammelt hat, ist der Wort-Jägermeister. Und das macht so viel Spaß, dass wir gern noch eine Runde anhängen. Gerne wieder im Pub. Stellt nur nicht aus Versehen eure Gläser auf die Bierdeckel-Karten, es wäre schade drum!

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