Clear 4: Aufräumspaß mit bunten Karten

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Kartenspiele sind ein erstaunliches Phänomen. Jedes Jahr gibt es neue Formate, und jedes Jahr gibt es viele gute neue Formate. Zum Beispiel „Clear 4“ von Joe Ward und Christine Ward. Ja, es geht wieder bunt zu. Ja, es sind wieder Joker und andere Sonderkarten im Spiel. Und doch lohnt es sich, auch dieses Spiel im Schrank zu haben.

  • Autor: Joe Ward & Christine Ward
  • Illustration: Kinetic, Leon Schiffer
  • Spielerzahl: zwei bis sechs
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: wer zuletzt aufgeräumt hat
  • Verlag: Schmidt Spiele

120 Karten stehen den Spielern bei „Clear 4“ zur Verfügung. Da bekommt man erstmal einen Schock. Und sämtliche Memes aus den Weiten des Internets tauchen vor dem geistigen Auge auf, in denen ein armer Mensch eine Mauer von Karten vor sich hat und noch mal eine ziehen muss, weil er nicht kann. So läuft es bei „Clear 4“ nicht.

20 Karten pro Spieler bei „Clear 4“

Zwar werden tatsächlich alle Karten gemischt. Doch Entwarnung: Jeder Spieler bekommt lediglich 20 Karten ausgeteilt. Und von diesen muss man noch nicht mal alle auf der Hand behalten. Jeder Spieler bildet vor sich auf dem Tisch vier Stapel mit je drei Karten. Und zwar so, dass die oberste offen liegt, die anderen beiden sind verdeckt darunter. Danach hat man noch acht Karten auf der Hand, was machbar ist.

Das Ziel des Spiels ist klar: Wer zuerst alle Karten losgeworden ist, gewinnt. Das funktioniert, in dem man eine oder mehrere gleiche Zahlenkarten (zur Verfügung stehen Werte von eins bis zehn) abwirft. Das heißt, dass man zu Beginn die freie Auswahl hat.

Regeln fürs Ausspielen

Anschließend wird es jedoch etwas kniffliger, weil man entweder den gleichen Wert des Spielers zuvor spielen oder darunterbleiben muss. Dabei darf man auch die Karten von den vier Stapeln vor einem nehmen. Allerdings muss die letzte Karte immer blind gespielt werden. Das heißt, der Wert ist dem Spieler unbekannt. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. Hat die Karte einen höheren Wert als die obere Karte auf dem Ablagestapel, muss man den ganzen Stapel nehmen.

Liegen nach dem Ausspielen vier Karten mit dem gleichen Wert auf dem Ablagestapel, kommt der Titel des Spiels zum Tragen. Dann darf man den Ablagestapel zur Seite legen und ist noch mal am Zug.

Push- und Clear-Karte

Zusätzlichen Schwung bringen Sonderkarten in die Partie. Joker sind mittlerweile altbekannt. Sie nehmen auch hier den Wert der ausgespielten Karte an. Push-Karten haben es da schon mehr in sich. Vor allem für die Gegner. Denen darf man damit nämlich beim Ausspielen den gesamten Ablagestapel auf die Hand geben. Womit die Kapazitäten doch wieder ein Thema werden.

Mit der Clear-Karte kann man den Ablagestapel abräumen und ist danach nochmal dran. Ein Vorteil, wenn man gerade keine niedrigere Karte auf der Hand hat als die, die auf dem Ablagestapel oben liegt. Wer keine Karten spielen will oder kann, darf passen.

Für unerfahrene Spieler gut geeignet

Das Schöne an all den Kartenspielen, die es mittlerweile zur Auswahl gibt: Sie sind alle sehr bunt. „Clear 4“ macht da keine Ausnahme. So kommt auch an einem eher grauen Herbst- oder Wintertag noch etwas Farbe ins Wohn- oder Spielzimmer. Wer Spaß an Spielen wie „Uno“ oder dessen unhöflichere Variante „Uno – Show ‚em no Mercy“ oder „Phase 10“ hat, sollte „Clear 4“ eine Chance geben.

Dank einfacher Regeln entwickelt sich schnell ein flotter Spielrhythmus und ist daher auch für Spieler geeignet, die noch nicht so viel Erfahrung in der bunten Kartenwelt gesammelt haben. Und je weiter man kommt, desto schneller fängt man das Taktieren an. Das funktioniert auch zu zweit, macht aber in größerer Runde – das Spiel ist für bis zu sechs Spieler ausgelegt – noch mehr Spaß. Eine Partie dauert etwa 15 Minuten. Muss ja aber nicht bei einer Runde bleiben.

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