2 Win: Lustige kleine Zockerei

„2 Win“ ist ein kleines Kartenspiel für zwischendurch, bei dem wir uns gegenseitig aus dem Spiel kegeln wollen. Das ist so schnell erklärt wie gespielt, birgt aber durchaus in gewissem Maße taktische Entscheidungen.

  • Autor: Florian Racky
  • Illustration: Hannah von Minden & Jens Wiese
  • Spielerzahl: zwei bis sechs
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: alle spielen gleichzeitig
  • Verlag: Blue Orange Games/Pegasus Spiele

Extrem flott ist auch der Spielaufbau erledigt: 108 Karten bilden das Spielmaterial, es gibt sie mit Zahlen von eins bis neun in drei Farben. Die Spielenden mischen sie, verteilen neun an jeden Spieler, der Rest kommt als Nachziehstapel in die Mitte – fertig. Jede nun folgende Runde besteht aus drei Phasen: Die Spieler wählen eine ihrer Karten und geben sie nach links weiter, danach spielen sie zwei Karten aus und ziehen – wenn möglich – Karten nach.

Immer größere Zahlen auslegen

Der Kniff des Spiels sind die zwei auszulegenden Karten. Jeder Spieler legt sie in zwei Spalten aufeinander vor sich. Mit der simplen, aber wirkungsvollen Regel, dass die Zahl, die die beiden Ziffern auf den Karten zusammen bilden, größer sein muss, als die davor ausgelegte.

Heißt, zu Beginn sollten die Zahlen möglichst klein sein, wobei die 19 logischerweise kleiner ist als die 21. Folglich muss sich ein Spieler immer genau überlegen, welche Karten er weitergibt, um bevorzugt den Mitspielern eine reinzuwürgen, die er nicht spielen kann oder will. Gleiches gilt für die selbst auszuspielenden Karten, die man im nächsten Zug noch übertreffen können sollte.

„2 Win“ lässt nicht einfach so Karten ziehen

Da wir mit nur neun Karten starten, braucht es Nachschub. Aber einfach so kommen wir nicht an neue Karten. Dafür ist eins von vier Kriterien zu erfüllen, die eine gute Übersicht abarbeiten lässt.

Entweder muss man die größte Zahl der Runde ausgelegt haben – was aufgrund oben genannter Legeregel nicht unbedingt permanent erstrebenswert ist, weil einem ziemlich schnell die Ausspieloptionen ausgehen. Oder man hat auf den gerade gespielten Karten die meisten Sterne. Ein bis drei sind auf den Karten vorhanden. Haben mehrere Spieler gleich viele Sterne, darf jeder von ihnen eine Karte ziehen. Eine Karte gibt’s auch, wenn eine Spielerin eine Schnapszahl – zwei gleiche Ziffern – oder in einer Spalte die dritte Karte derselben Farbe gelegt hat.

Wer übrig bleibt, gewinnt „2 Win“

Das Spiel endet, sobald alle bis auf eine Person aus geschieden sind. Sind alle gleichzeitig raus, weil sie keine Karten mehr ausspielen können, gewinnt, wer die meisten Karten auf der Hand oder zuletzt die kleinste Zahl gelegt hat. Rausfliegen kann ein Spieler bei „2 Win“ auf zwei Arten: Wenn er keine Karte weitergeben oder keine zwei Karten mehr ausspielen kann.

„2 Win“ ist supersimpel, unterhält aber trotzdem, wenn noch kurze Spielzeit zu füllen ist. Kleine Schachtel, ein paar Karten – manchmal braucht es einfach nicht mehr.

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