Noch wer so unglaublich angefixt von „Wednesday“? Ich kann’s nicht anders sagen, ich liebe diese Serie. Folglich wollte auch „Wednesday – Angriff des Hydes“ gekauft, gespielt und gebloggt werden. Es ist ein schnelles kooperatives Spiel, das gut zu erklären, aber definitiv nicht zu einfach zu gewinnen ist.
Für die vier Teilnehmenden am „Wednesday“-Abenteuer stehen sechs Outcasts zur Wahl: Neben Wednesday sind es Enid, Ajax, Bianca, Eugene und Yoko. Jeder hat eine eigene Figur und eine Charaktertafel mit Zusatzfähigkeit. Und natürlich mischt auch Thing (ich mag den Namen mehr als das deutsche „Eiskalte Händchen“) kräftig als fleißiges Helferlein mit.
Bei „Wednesday – Angriff des Hydes“ abwehren
In der Spielplan-Mitte liegt die Nevermore Academy. Drumherum platzieren wir Orte, die wir aus der ersten Streaming-Staffel kennen: den Wald, Pilgrim World, die Krypta, Xaviers Atieler-Schuppen und Jericho.
Auf dem Outcast-Internat liegen Nachzieh- und Ablagestapel. Auf den anderen fünf Orten ist jeweils Raum für ein Zielplättchen und einen Kartenstapel. Die ausgesprochen liebgewonnenen Charakter starten auf der Academy und haben als Aufgabe nacheinander fünf immer schneller folgende Angriffe des Hydes auf die Orte außerhalb der Schule abzuwehren. Das klappt nur gemeinsam und mit einigen Absprachen, die aber nicht zu detailliert sein dürfen.
An einem der fünf Orte Stärkekarte spielen
Um die Gegend um die Academy vor dem glubschäugigen Monster zu schützen, ziehen die Outcasts nach und nach von Ort zu Ort. Das geht immer ein Feld weit, wobei die Academy in der Spielplanmitte als Abkürzung zwischen weiter entfernten Orten nutzbar ist. Zugleich ist das aber eigentlich ein verschenkter Zug – und die Zeit ist knapp. Man kann, muss sich zum Zugauftakt aber nicht bewegen.
Am Zielort spielt der Outcast eine Stärkekarte aus. Davon hat jeder immer drei auf der Hand und zieht nach dem Ausspielen jeweils eine nach. All das immer unter der Prämisse, dass die Fähigkeit des aktiven Outcasts nichts anderes sagt.

Thing mit Karte auf den Weg schicken
Hat der, der grade am Zug war, Thing vor sich stehen, darf die krabbelnde Hand nun zum Einsatz kommen. Heißt: Wer dran ist, kann Thing mitsamt einer Stärkekarte, deren Wert nur der aktive Spieler kennt, zu einem anderen Outcast schieben, weil man sich denkt, dass er diese Karte dringend brauchen könnte.

Thing bringt diese Karte „mit“ und der Spieler, der Thing nun vor sich hat, kann diese Karte statt einer Handkarte spielen oder auch mit einer seiner Handkarten tauschen.
Jeder legt Karten verdeckt an Orte ab
Mit den Stärkekarten wappnen die Outcasts die Orte gegen den Angriff. Es gibt sie in unterschiedlicher Verteilung mit Werten von eins bis maximal sechs, wobei den höchsten Wert nur Bianca legen kann. Die Spielenden parken die Stärkekarten aber verdeckt an den Orten, heißt, es ist unklar, was die anderen gelegt haben.
Andeutungen der Marke „Diesen Ort habe ich gut abgesichert“ oder „Hier kann ich nichts ausrichten“ sind aber erlaubt.
Ortseffekte und Zielplättchen machen Vorgaben
Und wie so oft, gibt es Regeln, was man wohin legen darf oder will. Das steuern Orte und Zielplättchen mit jeweils eigenen Effekten: In der Krypta wird aus allen Dreiern, in Jericho aus allen Vierern eine Null. In Pilgrim-World sind keine Sirenen- oder Werwolf-Karten spielbar, in Xaviers Atelier gilt das für Bienen-Karten. Im Wald darf man nicht stehen bleiben.
Durch die Zielkarten sind Karten mit dem Medusa-, Fledermaus- oder Augensymbol mächtiger, bringen einen Stärkepunkt zusätzlich. An einem anderen Ort wird aus allen Zweiern eine Vier oder aus jedem Einser eine Drei, was die Ortseffekte von Krypta und Jericho aushebeln kann.
Nach und nach legen die Outcasts Stärkekarten auf den Orten ab. Jede Runde dauert so lange, wie Hyde-Plättchen im Beutel sind. Zieht ein Outcast das letzte Plättchen, ist das der Ort des Angriffs.

Am Rundenende Angriff abwehren
Dieser Ort kann im Falle der erfolgreichen Abwehr nicht mehr betreten, aber auch nicht mehr angegriffen werden. Für die nächste Runde kann der Hyde also nur noch an den vier verbleibenden Orten zuschlagen. Nach jeder weiteren Runde bleibt ein Ort weniger übrig.
Ist der attackierte Ort klar, nimmt ein Outcast alle Karten von diesem Ort und deckt sie auf. Das Hydeplättchen kommt an die Stelle, wo vorher die Karten lagen. Die Spielenden addieren die Stärkewerte aller Karten unter Berücksichtigung der Effekte von Ort und Zielplättchen.
„Wednesday – Angriff des Hydes“ für Anfänger und Profis
Der zu erreichende Wert setzt sich zusammen aus der Anzahl der Spieler und der gewählten Schwierigkeit (Anfänger oder Profis) in Verbindung damit, wie oft der Hyde schon angegriffen hat.
Ist der Wert übertroffen, haben die Outcasts den Hyde verjagt. Ist das nicht der Fall, müssen sie das Hyde-Plättchen auf die Seite mit den Krallenspuren drehen.

War es nicht die letzte Attacke, kommen nach dem Angriff alle restlichen Hyde-Plättchen zurück in den Beutel, die verwendeten Stärkekarten landen auf dem Ablagestapel und die Outcasts starten die nächste Runde wieder in der Nevermore Academy.

Je weniger Kratzspuren, umso glorreicher der Sieg
Um den Hyde endgültig zu besiegen, müssen die Outcasts mindestens zwei Orte geschützt haben, bevor der letzte Angriff folgt. Kassiert vorher ein dritter der fünf Orte Kratzspuren, weil der Hyde nicht verjagt wurde, ist die Partie sofort verloren. Je weniger Kratzspuren, umso glorreicher der Sieg der vereinten Outcast-Kräfte der Nevermore Academy.
Die randomiserte Platzierung der Zielplättchen verbunden mit den Anforderungen der Orte, der zufällige Aufbau der Orte selbst um die Academy, die Wahl von maximal vier der sechs Outcasts mit ihren Fähigkeiten sorgen in Summe für einen hohen Wiederspielreiz eines gelungen kooperativen Spiels.
Kurzweilige Koop-Unterhaltung
Es profitiert natürlich von der ausgesprochen gehypten Serie. Aber auch gerade wegen allem, was man daran kennt und liebt, funktioniert es super. Die Kartensymbole sind den Outcast-Arten zuordenbar: Werwolf, Vampier, Bienen, Hellseher, Medusa und Sirenen.
„Wednesday – Angriff des Hyde“ ist kurzweilige Koop-Unterhaltung auf gutem Niveau, die gerne wieder auf den Tisch kommt. Spätestens als Vorbereitung für die dritte Staffel!






















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