Rainforest: Gepuzzle mit Tier und Farbe

Würden wir uns nicht alle gerne mal einen eigenen Dschungel bauen? Dann packen wir doch mal „Rainforest“ auf den Tisch, ein Tableau-Builder mit Set-Collection-Elementen. Mögen wir gerne, spielen wir immer wieder!

  • Autor: Johannes Goupy
  • Illustration: Alain Boyer
  • Spielerzahl: zwei bis vier
  • Alter: ab acht Jahren
  • Dauer: 30 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Funnyfox/Gamefactory

Unser zukünftiger Dschungel besteht aus quadratischen Plättchen. Die gibt es in den Farben rot gelb, grün, lila und blau. Die meisten Plättchen sind einfarbig, manche haben aber auch zwei Farben. Die Plättchen sind nach den Farben ihrer Rückseite sortiert, gemischt und auf den jeweiligen Feldern des Spielbretts ausgelegt.

Vier Tiere in vier Farben bei „Rainforest“

Darunter warten zwei bis sechs Felder auf Tiermarker. Die gibt es in Rot, Gelb, Blau und Lila, außerdem sind Papagei, Affe, Schmetterling oder Frosch drauf. Zur Vorbereitung zieht ein Spieler nach und nach Tiermarker aus dem mitgelieferten Beutel und füllt so die Felder unter den Plättchenstapeln.

Bereit liegen auch die Vielfalt- und die Gebiet-Bonusplättchen. Die Menge hängt von der Anzahl der Mitspielenden ab, zu ihrer Wirkung kommen wir später.

Zwei Aktionen pro Zug

Die aktive Spielerin hat pro Zug zwei Aktionen. Zuerst wählt sie ein Dschungelplättchen und dazugehörige Tiermarker. Danach platziert sie die Tiere und schiebt ein erfülltes Plättchen in den Dschungel.

Der Reihe nach nochmal ausführlich. Wer ein Dschungelplättchen nimmt, legt es unter sein Spielertableau. Dort können maximal drei Plättchen liegen, im seltenen Fall, dass die Dschungel-Rangerin im nächsten Zug ein viertes Plättchen nehmen müsste, kommt es zurück unter den Stapel, von dem es stammt.

An Totemtier-Punkte denken

Aber in beiden Fällen gibt es danach Tiere für den Urwald mit einer einfachen Regel: Nimm von den Tieren unter dem gewählten Stapel alle einer Art oder einer Farbe. Hat die Spielerin dabei den letzten Marker dieser Auslage genommen, darf sie direkt einen der gerade genommenen Tiere mit einem beliebigen auf dem Spielbrett tauschen.

Das kann Sinn ergeben für eine kommende Dschungelanforderung oder aber für Totemtier-Punkte. Denn jeder Spieler hat auf seinem Tableau eine der vier Tierarten. Jedes passende Tier, dass er auf einem seiner Dschungelplättchen platziert, bringt am Ende Zusatzpunkte.

Tiermarker im „Rainforest“ aufheben

Um Dschungelplättchen zu erfüllen, muss eine gewisse Anzahl Tiermarker darauf liegen, es können aber auch Farben oder Tierarten gefordert sein. Weil das naturgemäß nicht immer alles passt, hat jeder Spieler auf seinem Tableau zwei Felder für Tiermarker, die er für spätere Züge aufbewahren kann.

Sind alle leeren Felder eines Dschungelplättchens mit Tieren besiedelt, wandert das Plättchen sofort in den Dschungel. Hier gilt die Anordnungsregel „Von unten nach oben und von links nach rechts“. Das macht die Frage, wann man welches Plättchen erfüllt, essenziell. Denn hier kommen die anfangs erwähnten Bonusplättchen ins Spiel.

Bonus für Vielfalt oder Gebiete

Wer zuerst alle fünf Farben im Dschungel hat, darf einen Vielfaltbonus auf das fünfte Plättchen legen. Ab jetzt zählt in der Schlusswertung jedes vervollständigte Dschungelplättchen zwei zusätzliche Punkte.

Noch wirkmächtiger können die Gebietsboni sein. Es gibt je zwei pro Farbe, wobei nie alle im Spiel sind. Hier geht es darum, drei oder vier Dschungelfelder gleicher Farbe aneinander angrenzend zu haben. Angrenzend meint hier, wie so oft, nur vertikal und horizontal.

Totemtiere können doppelt helfen

Erfüllt eine Spielerin diese Anforderung, kann sie aussuchen, auf welches beteiligte Dschungelplättchen sie den Gebietsbonus legen möchte, um dadurch den Wert dieses Plättchens zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen – die Zusatzpunkte für Totemtiere zählen dazu. Landet also ein Bonus auf einem Dschungelfeld mit fünf Punkten und drei Totem-Tieren, kann das ein ziemlicher Punktehaufen werden. Diese Glückskombi ist aber nicht ganz so häufig, wie man es sich wünschen würde.

Wichtig ist noch: Sind drei Farbfelder angrenzend, muss sich die Spielerin entscheiden, ob sie den Dreier-Gebietsbonus und die Verdopplung will oder doch lieber auf den verdreifachenden Vierer-Bonus wartet. Später darf sie sich das natürlich nicht mehr anders überlegen. Klappt’s dann doch nicht mit dem Vierer, hat sie sich schlicht und ergreifend verzockt.

Leerer Bereich in Auslage? Tiere aus Beutel ziehen

Rennen aber alle anderen zufällig dem gleichen Vierer-Gebietsbonus nach, kann es durchaus lohnend sein, sich um mehrere Dreier-Boni zu kümmern, die dank der zweifarbigen Plättchen durchaus erreichbar sind.

Am Ende einer Runde füllt der aktive Dschungelgärtner noch alle leeren Felder in allen Bereichen mit Tieren auf, falls auch nur ein einziger Bereich leer ist. Danach deckt er noch das Plättchen von dem Stapel auf, von dem er gerade ein Feld genommen hat und der nächste ist an der Reihe.

Kunterbunter Sammel-Tableau-Builder

Sobald ein Spieler das neunte Plättchen ins Tableau gelegt hat, endet die Partie, wobei die aktuelle Runde noch fertig gespielt wird. In der Schlusswertung gibt es Punkte für jedes vollständige Dschungelplättchen, jedes Totemtier und die Bonusplättchen. Gewinner ist, wer die meisten Zähler gesammelt hat.

„Rainforest“ ist ein schöner, kunterbunter Sammel-Tableau-Builder. Die einfachen Regeln, die schnell gelernten Auswahlmechanismen und die Boni machen es zu einem gelungen, kurzweiligen Spiel mit genug Anspruch, um nicht langweilig zu werden.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge