Let’s Schätz: Fragen nach Zahlen

Wie viele Muskeln hat ein ausgewachsener Mensch in einem Finger? Wie lange dauert das längste Klavierstück? Aus wie vielen Haaren besteht eine Augenbraue im Schnitt? Wie viele Kräuter stecken in einem Ricola-Bonbon? Wie viele Grübchen hat ein klassischer Golfball? Naaaaa? Eine Ahnung? Falls ihr Lust auf noch mehr solcher schrägen, kuriosen, witzigen Fragen habt, schaut euch „Let’s Schätz“ näher an. In Anlehnung an „Hitster“, nicht in der Bingo-Version raten die Spielenden Zahlen als Antworten und müssen sie gemeinsam in die richtige, aufsteigende Reihenfolge bringen.

  • Autor: Billy Langsworthy, Deej Johnson, Matt Burtonwood
  • Illustration: Ajša Zdravković
  • Spielerzahl: zwei bis acht
  • Alter: ab zehn Jahre
  • Dauer: fünf bis zehn Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Helvetiq

Dafür kommt das Spiel mit 360 Fragekarten und 25 Referenzkarten. Gespielt wird jeweils „nur“ mit neun Fragen und einer Referenzkarte, die die Startzahl vorgibt. Reihum ziehen die Spielerinnen je eine Fragekarte, wobei die Antwort auf der Rückseite immer verdeckt bleiben muss.

Zahl größer oder kleiner als die Startkarte?

Die aktive Spielerin liest die Frage vor, alle beraten zusammen, was die gesuchte Zahl sein könnte. Ist sie wohl kleiner als die Referenzzahl, kommt die Fragenkarte weiterhin verdeckt nach links. Ist sie vermutlich größer, nach rechts.

Je mehr Fragenkarten ausliegen, desto schwieriger wird es, die Position der nächsten Karte zu schätzen. Wobei der Zahlrahmen dankenswerterweise ein wenig eingegrenzt ist: Bei Werten im Bereich der Tausender oder Millionen zählen nur die ersten beiden Zahlen. Statt 100.000 ist die Antwort also 100, wobei das dann auch in der Frage erwähnt ist.

„Letzte Chance“-Phase bei „Let’s Schätz“

Liegen neun Fragen aus, dürfen alle gemeinsam bei der „Letzten Chance“-Phase nochmal überlegen, ob alle Karten da liegen, wo sie sollen. Danach beginnt die Überprüfung.

Die Gruppe hat zehn Punkte. Von links nach rechts decken die Spieler die Karten auf. Für jede falsch einsortierte Karte muss das Team einen Punkt abziehen. Die falsche Karte kommt aus der Reihe und die Überprüfung geht weiter. Fehler sorgen also nicht dafür, dass die ganze noch folgende Reihe falsch ist.

Schnelles, einfaches Partyspiel

Die Anleitung bietet eine Punktetabelle zur Einordnung. Die reicht von „Das war nichts, probiert es gleich nochmal!“ bei ein bis vier Zählern bis zu „Wow! Sehr beeindruckend! Bekommt ihr das nochmal so gut hin?“ bei vollen zehn Punkten.

„Let’s Schätz“ ist ein schnelles, einfaches Partyspiel, das auch sehr gut für Wenig- und Nichtspieler geeignet ist. In einer Partie gibt es nebenbei allerlei spannendes, unnützes und sonstiges Wissen zu entdecken, das ist unterhaltsam und lässt die Gruppe staunen oder überrascht lachen oder beides zusammen. Die 28 Stunden, bei denen ein und die selbe Seite immer wieder auf dem Klavier gespielt wird, hat uns alle nachhaltig verstört. Wir fragen uns immer noch: WARUM? Aber darauf gibt’s keine Zahl als Antwort.

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