Was mag ich diese „Forbidden“-Reihe! In bislang vier Abenteuern entführt uns Matt Leacock an vier Standorte, wo wir nach ähnlichem Spielschema ganz unterschiedliche Dinge zu erledigen haben. Los ging der Spaß im Jahr 2010 mit „Forbidden Island“, 2013 und 2018 folgten „Forbidden Desert“ und „Forbidden Sky“. Den bisherigen Abschluss machte 2023 „Forbidden Jungle“. Die letzten beiden tragen auch hierzulande die englischen Titel. Teil eins der Reihe heißt „Die Verbotene Insel“. Warum sich dann „Die vergessene Stadt“ dazwischen geschlichen hat, wird ein wohlgehütetes Geheimnis bei Schmidt Spiele sein.
In jedem Teil der Serie spielt die Gruppe gemeinsam ein Team von Abenteurern, die sich über einen variablen Spielplan von auf verschiedenen Arten ausgelegten, quadratischen Plättchen bewegen und Dinge einsammeln. Und eines der vielen netten Details der „Forbidden“-Reihe: Charaktere kommen wieder. Sogar in allen vier Teilen ist die Navigatorin dabei – mit nahezu unveränderter Sonderfähigkeit.
Lieblingsausrüstung: Jet-Pack-Rucksack
Die bringen alle Charaktere mit und sie sind auf ganz unterschiedliche Weise auch dringend nötig, um die Aufgaben gemeinsam zu erfüllen. Tipp: Versucht gar nicht erst, die Wüste ohne Wasserträgerin zu überleben. Wobei: Wir haben Hilfe. Hifsmittel, genauer gesagt.

Im ersten Teil sind es nur zwei, in späteren Teilen weit mehr hilfreiche Ausrüstungsgegenstände – wir lieben den Jet-Pack-Rucksack –, die die Spieler finden können. Mit all dem versuchen sie, sich irgendwie ins nächste Abenteuer zu retten.
Immer neue Skala des Schreckens in „Forbidden“-Reihe
Und noch was taucht in jedem Teil der Reihe auf, nur jedesmal in einer anderen Verkleidung. Es ist eine ab Spiel zwei der „Forbidden“-Reihe hochkant stehende Skala, in der ein Zeiger immer weiter nach oben wandert und uns immer mehr Probleme bereitet und der in letzter Konsequenz auch immer unsere Niederlage bedeuten kann.

Je nachdem, wo der Zeiger startet, steigt die Schwierigkeit von Anfänger über Fortgeschrittene bis Experte. Die Skala lieben wir gar nicht. Wirklich nicht. Hilfreich sind dagegen die Tunnel oder Teleporter, die ab „Forbidden Desert“ vorkommen und Abkürzungen auf dem Weg von A nach B auf den variablen Spielplänen sind. Nicht zu unterschätzen!

Dschungel oder Wüste als Favoriten
Müsste ich einen Favoriten unter den vier Teilen wählen, wären der Dschungel oder die Wüste ganz weit vorne. Der Dschungel, weil er spielerisch großartig war.
Die Wüste, weil es mein erstes Spiel der „Forbidden“-Reihe war. Dank der Sandhaufen neben Sandhaufen auf Sandhaufen habe ich die meiste Zeit mit vielen Partien – oft Niederlagen und wenige, um so triumphalere Siege – in der Wüste verbracht habe. Spielen kann man sie jederzeit alle vier.
„Forbidden“-Reihe: Schöne, kooperative Spiele
Es sind einfach schöne, kooperative Spiele, die definitiv nicht zu einfach sind, wie man es nun mal von einem guten Leacock kennt. Mal säuft die Insel ab, mal häufen sich Sandberge auf, mal will uns der Wind verwehen oder Aliens wollen uns fressen.
Bitte was? Ach so. Dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Serie tatsächlich so etwas wie eine Reihenfolge hat. Zuallererst wollen wir auf der gerade im Untergang befindlichen Insel vier besondere Artefakte bergen. Als Rettung steht ein Helikopter am Landeplatz zur Evakuierung bereit. Mit dem stürzen wir allerdings in der Wüste ab, dumm gelaufen.

Wohin geht’s nach dem Dschungel?
Dort dreht sich dauerhaft ein Wirbelsturm und türmt bergeweise Sand auf, wo wir nach den Bauteilen unseres neuen Rettungsgefährts suchen: eine uralte, legendäre Flugmaschine. Mit der retten wir uns vor der Verschüttung und fliegen diesmal auf eine Forschungsstation im Himmel. Blöd nur, dass auch da der Sturm tobt und Blitze vor düsteren Wolken zucken. Diesmal müssen wir mit magnetischen Bauteilen einen Notstromkreis errichten, damit die rettende Rakete abheben kann, die wir natürlich erst mal wieder erreichen müssen. Drei. Zwei. Eins. Start.

Und Absturz. Diesmal auf einem fremden Planeten mitten im Dschungel, in dem wir vor Aliens in diversen Entwicklungsstadien fliehen und ein mysteriöses Portal mit vier Kristallen umgeben. Ist das geschafft, verlassen wir den Dschungel – wohin? Das dürfte aktuell allerhöchstens Matt Leackock wissen. Also: Viel Spaß bei den Blogbeiträgen zu „Forbidden Island“, „Forbidden Desert“, „Forbidden Sky“ und „Forbidden Jungle“.

Die Schachteln – wirklich?
Eins noch, zum Schluss der Einführung: Ich habe es noch nicht oft erwähnt, aber ich bin tatsächlich auch ein Buch-Freak. Und man kann mich richtig sauer machen, wenn man mitten in einer tollen Buchreihe das Aussehen der Bücher ändert. Darum sei mir an dieser Stelle die Frage erlaubt, liebes Schmidt-Spiele-Team: Musste das mit den vier unterschiedlichen Schachtelgrößen und dem Wechsel von den knuffigen Minis zu gestaltlösen Pöppeln wirklich sein? Und wann kommt die einheitliche Jubiläums- oder Sammleredition? Warten wir das fünfte Spiel ab? Ich wär dabei!









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