Suspend: Luft-Mikado trifft Jenga-Geschick

Hängen ein paar Stäbe in der Wohnung ab – klingt erstmal komisch, ist aber „Suspend“ von Spin Master Games auf den Punkt gebracht. Es ist eine lustige Mischung aus Mikado in der Luft und „Jenga“-Elementen. Ein Spaß für Groß und Klein.

  • Spielerzahl: eins bis vier
  • Alter: ab sechs Jahren
  • Dauer: 15 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: Wer zuletzt mit Stäbchen gegessen hat.
  • Verlag: Spin Master Games

Wer das englische Verb „to suspend“ in einem Online-Wörterbuch eingibt, bekommt als erste Resultate der Suche Ergebnisse wie „etwas aussetzen“, „mit seiner Meinung zurückhalten“, „die Verhandlung unterbrechen“ oder – und das wäre wohl im deutschen Sprachgebrauch erstmal die naheliegendste Übersetzung – „jemanden suspendieren“. Zugegeben, damit kommt man beim Spielen von „Suspend“ nicht wirklich weit. Die Wahrheit bekommt man, wenn man weiter nach unten scrollt: Da steht tatsächlich „etwas aufhängen“. Womit wir beim Kern des Spiels wären.

Farbige Metallstäbe in Balance bringen

Der Aufbau ist sehr einfach, sodass man nach fünf Minuten loslegen kann. Man legt die halbkreisförmige Grundplatte aus Holz auf den Tisch, steckt die Stäbe zur Stabilisierung und zum Start in die dafür vorgesehenen Löcher, und los geht’s. Jeder der Spieler bekommt ein eigenes Set an Metallstäben. Diese sind unterschiedlich lang und schwer und an den Enden mit verschiedenen Farben markiert.

Diese gilt es, ausgehend vom etwas schräg nach oben gehenden Startstab, aufzuhängen. Das ist dadurch möglich, weil die Metallstäbe mit den farbigen Enden zwischendrin gebogen sind. Sie erinnern doch stark an die Kurve eines Herzrhythmus auf einem Monitor. Beim Aufhängen der Stäbe sind dann verschiedene Eigenschaften gefragt. Feingefühl, weil das Gebilde im Laufe der Zeit immer fragiler wird. Ein gutes Auge, weil die naheliegendste Kerbe, in die man seinen Stab hängen möchte, vielleicht doch nicht die beste ist.

Regeln der Physik bei „Suspend“ aushebeln

Rudimentäre Physik- und Mikadokenntnisse, weil man selbstverständlich bei „Suspend“ versucht, die eine oder andere Regel der Physik außer Kraft zu setzen oder mithilfe anderer Stäbe stabilisierend einzugreifen. Und bei alledem muss man auch noch berücksichtigen, dass die kleinsten Stäbe nicht zwingend die leichtesten sind.

Daraus entwickelt sich eine äußerst unterhaltsame Mischung aus „Mikado“ und „Jenga“. Fallen beim Versuch, einen Stab aufzuhängen, einer oder mehrere Stäbe herunter, muss man diese in den eigenen Vorrat nehmen und versuchen, diese zusätzlich loszuwerden.

Variables Basisspiel oder Expertenvariante?

Das Spiel ist für die ganze Familie geeignet, da es verschiedene Schwierigkeitsgrade im Regelwerk gibt. Im Basisspiel (leicht) fängt man mit dem längsten Stab an und arbeitet sich immer weiter bis zum kürzesten Stab vor. Auch hier kann man schon variieren und vereinbaren, dass eine freie Stabwahl gilt.

Etwas schwieriger wird es, wenn der Farbwürfel ins Spiel kommt. Dann muss der Spieler einen Stab in der gewürfelten Farbe aufhängen. Etwaige übrig gebliebene Stäbe dienen als Nachziehstapel. Aber auch bei den Mitspielern muss man sich bedienen und diesen so womöglich einen Vorteil verschaffen. Im Expertenmodus geht es schließlich um Punkte, wobei derjenige, der 20 Zähler hat, ausscheidet.

Bei „Suspend“ entsteht mordernes Kunstwerk

Ihr habt es an dieser Stelle wahrscheinlich schon öfter gelesen, aber man kann nicht müde werden, es zu betonen: Die einfachsten Mechanismen und Konzeptionen bei Spielen erweisen sich häufig als echte Knaller. Das ist auch bei „Suspend“ der Fall. Vom Aufbau bis zum Hängen des ersten Stabs vergehen kaum fünf Minuten. „Komm, wir spielen mal schnell ein paar Runden“, ist hier kein leeres Versprechen.

Der Mechanismus erinnert dank der verschiedenfarbigen Stäbe stark an „Mikado“, aber eben hängend. Auf dem Höhepunkt hat man irgendwann eine Art modernes Kunstwerk oder Mobile, das ja nicht zu sehr ins Schwingen kommen darf.

Spielen mit einer Hand auf dem Rücken

Geschick, ein ruhiges Händchen und etwas Glück kommen zusätzlich noch mit ins Spiel. Denn immer, wenn man einen Stab hinhängt, muss man die andere Hand auf den Rücken legen. Das macht „Suspend“ zusätzlich zu einem großartigen Familienspiel, das ohne viel Schnickschnack auskommt und einen hohen Wiederspiel-Faktor hat.

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