Beim geheimen Food Festival der Tiere des Waldes gibt’s schmackhaftes Essen. Aber wer darf sich am Ende neuer Starkoch nennen? Das finden wir bei „Umami“, untertitelt mit „Lecker ist nicht genug“, heraus. Das unterhaltsame Kartenspiel ist munteres Set-Collection mit Glücksfaktor.

  • Autor: Don Eskridge
  • Illustration: Ikuko Nakai
  • Spielerzahl: zwei bis fünf
  • Alter: ab zehn Jahren
  • Dauer: 20 bis 30 Minuten
  • Lustige Startspielerbestimmung: keine
  • Verlag: Heidelbär Games

Alle Köche am Tisch erhalten ihre ersten vier Zutaten und einen ersten Gast, Außerdem wandern weitere Gäste und Zutaten in die Auslage, jeweils vier Karten je Sorte sind aufgedeckt. Schauen wir uns die Karten genauer an. Wir kochen mit drei Arten von Zutaten: frische grüne mit den Werten eins bis drei, sättigende gelbe von vier bis sechs und herzhafte rote von sieben bis neun. Außerdem haben die Karten eines von drei Symbolen: Hand, Blüte und Sterne.

Wünsche der Gäste erfüllen bei „Umami“

Die Gäste haben Wünsche, die die Köchinnen erfüllen sollen. Man könnte sie auch Bestellungen nennen. Nötig ist immer ein möglichst hoher oder niedriger Gesamtwert der Karten, was Pfeile nach oben oder unten zeigen.

Außerdem sollen Zutaten bestimmter Farben verkocht werden. Beispielsweise zwei gelbe mit unterschiedlichen Zahlen und eine rote Karte mit möglichst niedriger Gesamtsumme. Oder drei unterschiedliche Farben, die je zwei Punkte auseinander liegen, also 1, 3, 5.

Zwei Zutatenkarten ausspielen

Man könnte auch sagen, ein Gast möchte eine Bowl mit Gurke, Radieschen und Fleisch oder Reis, Lauch und Ei. Aber ehrlich gesagt ist man im Spiel doch eher bei den Farben als bei den tatsächlichen Zutaten, was eigentlich schade ist.

In einem Spielzug muss ein Koch zwei Zutatenkarten ausspielen – je eine aus der Hand und eine aus der Auslage. Er darf maximal fünf Stapel, also Gerichte vor sich legen. Jedes Gericht kann höchstens aus drei Karten bestehen, allerdings darf er eine vierte Karte spielen und dafür eine bereits ausliegende Karte abwerfen.

Anderen Köchen Gäste abwerben

Nach jeder Zutat prüft der Koch, ob er den Wunsch eines Gast erfüllt, dann darf er das Gericht servieren, ihn also zum Gericht legen. Oder er hat ein Gericht besser gekocht als ein anderer Spieler, weil seine Gesamtsumme niedriger oder höher ist. Dann wirbt er den Gast und damit die Siegpunkte ab.

Der Koch zieht wieder auf vier Karten auf, die Zutaten- und Gastauslage wird aufgefüllt. Aber nur bei den Zutaten wird der Ablagestapel gemischt, falls sie leer sind.

Zutat bei Gegner klauen

Kehren wir zurück zu den schon erwähnten Symbolen. Blüten entscheiden ein Unentschieden, wenn Gerichte zweier Köchinnen die gleiche Punktzahl haben. Und die Sterne bringen zusätzliche Zähler bei Spielende.

Dann wäre da noch die Hand auf einer Karte. Sie erlaubt es, diese Karte abzuwerfen und einem Mitspieler eine Karte aus seiner Auslage zu stehlen. Das geht aber nur, wenn sein Gericht noch nicht serviert ist. Man stelle sich vor, ein Koch greift einem Gast eines anderen Kochs in die Schüssel, um den Lauch abzugreifen. Das wäre frech, oder? Dann soll er besser aus der Vorratskammer klauen! Ok, auch nicht nett, aber wir spielen hier schließlich um den Titel des Starkochs!

Finale bei „Umami“

Der Bestohlene darf übrigens eine Zutat aus der Auslage oder vom Nachziehstapel nehmen und wieder an ein eigenes Gericht legen – und so erneut eine Bestellung erfüllen.

Ist der letzte Gast bedient oder hat ein Spieler zwölf Zutaten vor sich liegen, wird die Runde zu Ende gespielt. Danach folgt das Finale. Bereits bediente Gäste kann keiner mehr abwerben. Jeder legt nun den Gast, den er zu Beginn bekommen hat, in die Gästereihe, die Zutatenauslage wird erneuert.

Sterne zählen für den Sieg

Erfüllt direkt eine Köchin eine Bestellung – prima, sie bekommt den Gast. Danach gibt es eine letzte Runde ohne Stehlen, dafür darf man bis zu vier Zutaten ausspielen.

Danach zählt jeder Stern auf einem Gast und auf Zutatenkarten in servierten Gerichten. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt, auch hier sind die Blüten der Tie-Breaker.

Schnell erklärt, putzig illustriert

Die Suche nach dem Meisterkoch beim Food Festival im Wald ist in „Umami“ ein einfaches Kartenspiel, das schnell erklärt ist. Die Illustrationen sind putzig, vor alle der Kleine Panda, dessen Kopf auf Cover und Kartenrückseite in der Ramenschüssel verschwindetm ist allerliebst.

„Umami“ dürfte Vielspieler unterfordern, für Einsteiger, die Spiele mit Essenthema und Zutaten-Sammeln mögen, ist es genau das richtige. Man muss auch nicht wirklich bis zum nächsten Vollmond – wann soll das Festival sonst stattfinden? – warten, um „Umami“ einfach nochmal zu spielen.

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